Dienstag, 1. September 2015

War starts here - stop it from here!War starts here - stop it from here!Mehr als 300 Menschen haben am Samstag im nordschwedischen Lulea an einer internationalen Demonstration unter dem Motto „War starts here – stop it from here!“ teilgenommen. Aktive der internationalen Antikriegs- und Friedensbewegung aus rund 20 Ländern Europas, Lateinamerikas, Asiens, den USA und dem Süden Afrikas eröffneten mit der Aktion ein internationales Seminar zur Verständigung über die Situation in den aktuellen Kriegsgebieten weltweit. Übereinstimmend wurden von den Kundgebungsrednern Forderungen nach der Beendigung des Krieges in Libyen und dem Abzug der Truppen aus Afghanistan formuliert. Mit der Forderung nach dem Stopp der Waffenproduktion und des Waffenhandels wurde auf das Motto des Seminars verwiesen: 'Der Krieg beginnt hier – Stoppen wir ihn hier!'

Monty Schädel, Bundessprecher der DFG-VK erklärte dazu am Rande der Kundgebung in Lulea: „Die Kriege auf der Welt werden mit Waffen geführt, die in den Ländern hergestellt werden, die sich als demokratisch und freiheitlich darstellen. Letztlich werden die Kriege auf der Welt also bei uns zu Hause, direkt vor der Tür, begonnen. Es liegt deshalb an uns, die Kriege nicht erst bei Beginn der Interventionen zu kritisieren, sondern die Politik und die Waffenlobby in unseren Ländern bereits bei der Vorbereitung der Kriege zu stoppen!“

Bereits am Freitag war in Lulea ein Europäisches Antimilitaristisches Netzwerk gegründet worden. Antimilitaristen aus Spanien, Finnland, Deutschland, Schweden, Großbritannien, den Niederlanden,  Belgien verabredeten gemeinsame Aktionen gegen die Kriegspolitik der  Regierungen ihrer Länder.

Mit weiteren Protesten will die internationale Gruppe in den nächsten Tagen auf dem NEAT-Waffentestgelände nahe Lulea auf die Vorbereitung weiterer Kriege von diesem Ort Nordschwedens aufmerksam machen. Auf dem Übungsplatz testen Rüstungskonzerne aus der ganzen Welt, u.a. auch aus Deutschland, ihre Erzeugnisse. „Der direkte Widerstand gegen den Test von Waffen ist aktive Antikriegspolitik“, erläuterte Schädel die Motivation zur Aktion an diesem Ort. „Die Rüstungskonzerne testen hier möglichst effektiv Menschen umzubringen und Zerstörungen herbeizuführen. So wie in Deutschland das Üben für den Krieg im brandenburgischen 'Bombodrom' durch Protest verhindert werden konnte, gilt es auch an allen anderen Orten, das Üben für den Krieg zu verhindern und zu beenden“ Die Kriege auf der Welt beginnen nicht erst mit dem Töten durch Soldaten, sondern bereits mit der Produktion und dem Test von Waffen, ja sogar mit dem Auftreten von Militär in der Öffentlichkeit oder dem Werben für das Militär.

Weitere Informationen: www.warstartshere.com

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