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Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak will trotz der Massenproteste sein Amt nicht aufgeben. Die Forderungen der Jugendlichen, die ihr Recht auf Demonstrationen wahrgenommen hätten, seien »von politischen Kräften manipuliert« worden, erklärte Mubarak in einer vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Ansprache. Zugleich erklärte er, er habe nicht die Absicht gehabt, bei den nächsten Präsidentschaftswahlen, die für September geplant sind, wieder anzutreten. »In den wenigen Monaten, die ich noch im Amt bleibe«, so der seit 30 Jahren herrschende Mubarak, werde er »für eine friedliche Machtübergabe« arbeiten.
Mubarak betonte, er habe sofort nach Beginn der Proteste die bis dahin amtierende Regierung entlassen, und versprach soziale und Wirtschaftsreformen. Kein Wort verlor er jedoch darüber, warum dies erst jetzt der Fall gewesen ist.
Abschliessend rief der Staatschef Gott an, damit dieser es ihm erlauben möge, seine Amtszeit ordnungsgemäss zu beenden. Er habe Ägypten, das sein Heimatland ebenso sei wie das Vaterland aller Ägypten, immer treu und im Interesse des Friedens gedient. Er wolle auf ägyptischem Boden sterben, kündigte er an und schloss damit aus, wie etwa Tunesiens Machthaber Ben Ali ins Exil zu flüchten. »Möge Gott diese Nation beschützen«, beendete er seine kurze Rede.
Auf dem Tahrir-Platz reagierten die dort trotz Ausgangssperre noch immer versammelten Hunderttausenden Menschen mit wütenden Sprechchören auf diese Worte Mubaraks, die nicht dem entsprachen, was sie von ihm fordern. Nach wie vor wollen sie den sofortigen Abtritt des Staatschefs.
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