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Bomben auf die Meinungsfreiheit | Drucken |  E-Mail
Libyen
Samstag, den 30. Juli 2011 um 19:10 Uhr

Al-JamahiriyaDokumentiert: Erklärung des venezolanischen Außenministeriums zum Bombenangriff auf das libysche Fernsehen


Seit Ende März hat die NATO fast 17.000 Luftangriffe auf Libyen geflogen. Dabei kamen offiziellen Angaben zufolge rund 1000 Zivilisten ums Leben, mehr als 4000 Menschen wurden verletzt. Jetzt hat die NATO daraus Konsequenzen gezogen - und das libysche Fernsehen bombardiert, damit die hässliche Fratze der Aggression nicht mehr verbreitet werden kann. Bei dem Angriff auf die Sendezentrale in Tripolis, die mitten in einem zivilen Wohngebiet liegt, wurden nach Angaben am Sonnabend des englischsprachigen Fernsehsenders Al-Jamahiriya drei Journalisten getötet und 15 verletzt. Die NATO bestätigte den Angriff und erklärte offiziell, durch die Attacke solle das staatliche Fernsehen zum Schweigen gebracht werden, damit der libysche Staatschef Gaddafi über die Satellitenkanäle nicht länger »das libysche Volk einschüchtern und zu Akten der Gewalt aufstacheln« könne.



Die NATO beruft sich dabei weiterhin auf die UN-Sicherheitsratsresolution 1973, mit der »zum Schutz der Zivilbevölkerung« eine »Flugverbotszone« durchgesetzt werden sollte. Von Bombenangriffen auf zivile Wohnviertel und Medien ist darin nicht die Rede, auch nicht von einem längst offen betriebenen Regimewechsel. Und Waffenlieferungen werden sogar explizit ausgeschlossen - was die Aggressoren nicht daran hindert, die Aufständischen auszurüsten.

Jaled Bazilia, einer der Chefs des libyschen Fernsehens, bezichtigte die Aggressoren, die Resolutionen des Sicherheitsrates zu verletzen. Die Angriffe seien »ein Akt des internationalen Terrorismus«. »Wir sind Angestellte des offiziellen libyschen Fernsehens. Wir sind kein militärisches Ziel, wir sind keine Armeekommandeure und wir stellen keine Gefahr für Zivilisten dar«, unterstrich Bazilia. Auch die libyschen Journalisten hätten ein Recht darauf, sicher und unter dem Schutz des nationalen und Völkerrechts ihre Arbeit machen zu können.

Der Sonderkorrespondent des lateinamerikanischen Fernsehsenders TeleSur in Tripolis, Rolando Segura, berichtete zudem, dass der Angriff auch das Hotel in Mitleidenschaft gezogen habe, in dem die internationale Presse in der libyschen Hauptstadt untergebracht ist.

Nachtrag: Trotz des Luftangriffs ist es der NATO nicht gelungen, das libysche Fernsehen zum Schweigen zu bringen. Der Livestream mehrerer Kanäle des staalichen Fernsehen steht unter www.ilibya.tv zur Verfügung

 

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Kommentare 

 
0 #5 2011-07-31 23:09
Norbert, natürlich gibt es eine Opposition in Libyen, aber du solltes dir auch Gedanken darüber machen, für welche politischen Inhalte diese wiederum kämpft. Und bei dieser Analyse kommt man zwangsläufig zur Schlussfolgerun g: Außer Monarchisten und Islamisten nichts gewesen. Waren doch die Stämme Ost-Libyens schon zu Zeiten von König Idris I. Träger und Nutznießer der Monarchie. Zudem wäre eine Rückkehr Libyens in monarchistische Zeiten, für progressiv gebliebene Menschen wenig wünschenswert, auch wenn dies der Westen noch so sehr herbeisehnt.
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+6 #4 2011-07-31 23:03
Norbert, natürlich gibt es eine Opposition in Libyen, und diese wird wohl auch von den linken Medien wahrgenommen. Aber man muss sich auch damit beschäftigen, welche politischen Inhalte eben diese Opposition vertritt. Und dann kommt man einhellig zu dem Urteil: Außer Monarchisten und Islamisten nichts gewesen. Und eine Rückkehr Libyens in monarchistische Zeiten ist für progressiv gebliebene Menschen wenig wünschenswert, wenn auch der Westen diese Zeiten wieder herbeibomben will. Und noch eine Tatsache solltest du dir ins Bewusstsein rufen. Schon damals waren die Stämme in Ost-Libyen, die Träger und Nutznießer der Monarchie unter König Idris I.
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-9 #3 2011-07-30 20:25
Herr Völkner du Arschloch, was auch immer das libysche Fernsehen macht dich Ratte geht das nichts an. Und die Verbrecher der Nato das sind nicht nur Ratten denn die haben wenigstens eine Lebensberechtig ung.
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+15 #2 2011-07-30 20:24
@Norbert
Die Ignoranz spricht aus dir da du anscheinend nur den westlichen Medien Glauben schenkst. Im Grunde sollte man nie die Zeitung der angreifenden Partei lesen, sondern die der angegriffenen Partei. Im Grunde sind die Rebellen großmäulige Ratten. Sie haben gesagt Anfang August sind sie in Tripolis. Wir sehen ja das sie noch nicht einmal mit Hilfe der modernsten Luftwaffe der Welt in der Lage sind am Boden fortschritte zu machen. Wenn das Libysche Volk wirklich gegen Gaddafi wäre, dann würde er schon nicht mehr in Tripolis sitzen. Außerdem kaufen sich die Rebellen die Loyalität ihrer Mitglieder ebenfalls und das kostet. Deshalb brauchen sie auch so viele Hilfsgelder.
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-19 #1 2011-07-30 19:43
Aus diesem Artikel spricht eine Unmenge Ignoranz: das libysche Staatsfernsehen verbreitet systematisch Hetze gegen Andersdenkende und ruft dazu auf diese umzubringen. Oppositionelle werden häufig als "Ratten" bezeichnet.
Ihr solltet einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass es in ganz Libyen Oppostion gegen Gadaffi gibt und dass diese systematsch verfolgt und vernichtet wird.
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