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Freidenker sprechen O2/Telefónica-Chefs "unselig" | Drucken |  E-Mail
Libyen
Sonntag, den 20. November 2011 um 19:59 Uhr

Vanessa Hessler ist nicht mehr AliceMit einer "Unseligsprechung" hat der Deutsche Freidenker-Verband (DFV) auf den Rauswurf des Fotomodels Vanessa Hessler, in Deutschland vor allem als Gesicht der Telekommunikationsmarke "Alice" bekannt, durch das Mutterunternehmen Telefónica Germany bzw. O2 reagiert. In einer heute verbreiteten E-Mail kritisiert die Organisation "das unmoralische Verhalten von zwei Konzernmanagern gegenüber einer von ihrer Firma angestellten Frau" und schreibt: "Die Herren René Schuster und Albert Fetsch, ihres Zeichens Chief Executive Officer, respektive Leiter Externe Kommunikation der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, werden vom Deutschen Freidenker-Verband im Namen der dreieinigen Forderung nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit „unselig“ gesprochen." Vanessa Hessler habe es gewagt, zu Libyen, zur Familie Gaddafi und zum Vernichtungsfeldzug gegen das nordafrikanische Land ihre persönliche Meinung in einem Interview zu äußern. "Doch die mediale Gleichschaltung kann nicht einmal diese Einzelstimme dulden. Ein typischer Fall von Zensur, die bekanntlich in staatlicher Form verboten ist, aber legal und effektiv durch Akteure der so genannten Zivilgesellschaft geübt wird."



O2 selbst teilt auf der Werbehomepage dürr mit: "Wie in den Medien berichtet, sind die Aussagen des Modells Vanessa Hessler (unserer bisherigen Werbefigur) zum ehemaligen libyschen Regime für uns als gesellschaftlich verantwortliches Unternehmen nicht tragbar. Die Zusammenarbeit zwischen ihr und Telefónica Germany wurde deshalb zu Anfang November beendet."

Hessler hatte Ende Oktober bei einer Pressekonferenz in Rom warme Worte für Gaddafis Sohn Mutassim gefunden, der gemeinsam mit seinem Vater von den Aufständischen in Libyen ermordet wurde und mit dem die Schauspielerin vier Jahre lang liiert war. Sie kritisierte offen die Waffen- und Finanzhilfen der westlichen Staaten für die Rebellen in Libyen, denn diese "wissen nicht, was sie tun". Davon nahm Hessler auch nach dem Wirbel um ihre Äußerungen nichts zurück, sondern postete auf ihrem Facebook-Kommentar ein Faksimile des kompletten Interviews in der Zeitschrift Dipiù sowie den Kommentar "Ich danke allen, die ihre Solidarität mir gegenüber ausgedrückt haben. Herzlichen Dank von Vanessa"
Um ihre wirtschaftliche Zukunft braucht sich Hessler keine Sorgen machen. In den letzten Tagen feierte sie im italienischen Fernsehen Erfolge als Schauspielerin in dem Film "La ragazza americana". Ausserdem wurde nur wenige Tage nach ihren Kommentaren bekannt, dass sie im kommenden Jahr das neue Gesicht der italienischen Modemarke Replay wird.

Für den DFV war der Umgang mit Hessler jedenfalls Grund genug, "Anregungen" der katholischen Kirche aufzugreifen: "Warum nicht an Beispielen moralisch verwerflichen Verhaltens über das Richtige und Gebotene aufklären? Die Methode ist alt, neu ist das Verfahren, das eine alte kompromittierte Institution karikieren und im dialektischen Sinne „aufheben“ will. Die Religionskritik der Freidenker ist Gesellschaftskritik. Dem soll auch das neu geschaffene Institut der Unselig- und Scheinheiligsprechung dienen."

Quellen: DFV, O2, Vanessa Hessler / RedGlobe

 

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Kommentare 

 
-35 #3 2011-12-08 23:43
Demokratie? Was ist das? Wo findet man sowas?
Sobald ein Mädel was dagegen rausspukt schon brennt es im Feuer.
Dabei ist es egal, ob deis Mädel klug ist, oder nicht. Hauptsache Feuer.
Ich bin selber ein Kunde von Alice, aber so ein politisiertes Verhalten gegen eine Frau hat mich seher getroffen.
Feiglinge! Ab jetzt mache ich negative Mundpropaganda gegen dieses Kartel namens O²-Alice.
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-35 #2 2011-11-25 21:00
Diese wunderschöne Frau Vanessa Hessler scheint nicht nur äußere Werte zu haben, sondern auch innere! Hochachtung vor dieser Frau!!!
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+35 #1 2011-11-25 16:45
Der Name Freidenkerverba nd scheint Programm. Hier wird echt frei gedacht. Ach nee, unsere Alice im abgrundhässlich en kackbraunen Kleid hat sich geäußert und wird nun zensiert? Zensur geht anders, besonders in Libyen unter Gadaffi selig. Die Schnecke scheint ja damit echt alle Vorurteile zu bestätigen. Modell, fotogen, naiv und dumm wie Bohnenstroh.
Hätt besser vor der Kamera weiterlächeln sollen statt die Klappe aufzureißen.
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