Freitag, 27. Februar 2015
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Wolfgang GehrckeDie Linkspartei hat die Bundesregierung aufgefordert, die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik in Pyongyang trotz der Warnungen der nordkoreanischen Regierung nicht zu schließen. Wolfgang Gehrcke, Vorstandsmitglied der Partei, rief dazu auf, statt dessen die diplomatischen Kanäle offenzuhalten.

Es gebe keinen Anlass, die Drohungen aus Nordkorea auf die leichte Schulter zu nehmen, so Gehrcke. »So absurd die Bilder des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un auch erscheinen, wenn er Ziele für die Armee festlegt, so steht jedoch ein hoch bewaffnetes Land mit einer großen Armee und modernen Waffen, inklusive der Möglichkeit atomare Waffen einzusetzen, dahinter«.

 

Es sei deshalb vernünftig, wenn die Bundesregierung die diplomatischen Beziehungen nicht abbreche und die Botschaft in Pjöngjang nicht räume: »Gerade in Zeiten einer akuten Krise müssen diplomatische Kanäle offen gehalten werden. Gleichfalls trägt Nordkorea die volle Verantwortung, das Botschaftspersonal umfassend zu schützen. Diese Minimalanforderung des Völkerrechtes kann nicht zur Disposition gestellt werden. Politiker der Linksfraktion, darunter auch ich, haben sich immer wieder für eine Normalisierung der Beziehungen mit Nordkorea eingesetzt. Auch deshalb erwarte ich, dass unsere Warnungen und unser Protest in Pjöngjang zur Kenntnis genommen werden«.

Es wäre vernünftig, so Gehrcke weiter, wenn Südkorea und die USA ihrerseits nicht den Konflikt weiter eskalieren. Die koreanische Halbinsel brauche nicht mehr Waffen und Militärmanöver. Deutschland solle den Zusammenschluss der blockfreien Staaten um Vermittlung in dieser höchst angespannten Situation bitten.

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