Samstag, 23. Mai 2015
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Wir sehen uns auf der StrasseWir sehen uns auf der StrasseVenezuelas Hauptstadt Caracas wird heute erneut Schauplatz einer Kraftprobe zwischen der Opposition und den Anhängern von Präsident Hugo Chávez. Anlass ist der Jahrestag des Sturzes der Militärdiktatur von Marcos Pérez Jiménez am 23. Januar 1958. Damals - nur vier Jahre, nachdem er von der westdeutschen Bundesregierung die Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten hatte - wurde der Herrscher durch einen Volksaufstand von der Macht vertrieben. Es entstand eine formelle parlamentarische Demokratie, die »Vierte Republik«, die bis 1998 das politische Leben Venezuelas bestimmte. Sowohl die Chavistas als auch das Oppositionsbündnis MUD reklamieren heute das Erbe des damaligen Volksaufstandes für sich.

 

Die bolivarische Bewegung mobilisiert symbolträchtig in das für seine kämpferischen Traditionen bekannte und nach dem Datum des Aufstands benannten Viertel 23 de Enero im Westen der Hauptstadt. In drei großen Demonstrationszügen wollen die Chavistas durch die Hauptstadt ziehen, um ihre Unterstützung für den revolutionären Kurs der Regierung und Staatschef Hugo Chávez zu demonstrieren. Die Regierungsgegner ihrerseits wollen sich im Parque Miranda, dem früheren Parque del Este, versammeln, um dort »die Verfassung zu verteidigen«.

Das traditionsreiche Datum sorgt auch über die Grenzen Venezuelas hinaus für Aufmerksamkeit. So rufen die Venezuela-Solidarität Frankfurt/M., die SDAJ, der Freidenker-Verband und andere für heute Abend in der Bankenmetropole zu einer Solidaritätskundgebung auf: Mi., 23.01.2013, 18 Uhr, Hauptwache Frankfurt/M. vor der Katharinenkirche

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