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Als Ergebnis des Treffens der Außenminister der Mitgliedsländer der Bolivarischen Allianz ALBA wurden acht Punkte für die Zusammenarbeit mit dem haitianischen Volk beschlossen, wobei das Gesundheitswesen als zentrale und verbindende Achse der solidarischen Zusammenarbeit der Allianz hervorgehoben wurde. Es wurde betont, dass es wichtig ist, durch eine ernannte Kommission ein kurz-, mittel- und langfristiges Entwicklungsprogramm in Gang zu bringen, um eine Verbindung auf einem höheren Niveau der Solidarität zu erreichen.
In dem Plan wird als erster Punkt das Gesundheitswesen genannt, das in drei Grundphasen aufgeteilt ist und sich konzentriert auf: a) Notfälle, um Verletzungen und Krankheiten, die als direkte Folge des Erdbebens auftreten, zu behandeln; b) Epidemiologie, um eine Grundversorgung bei auf Grund der ungesunden Umstände auftretenden Seuchen zu leisten; c) Rehabilitation.
Für die Durchführung dieser Arbeit wurden zunächst 20 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Als zweiter Punkt wurde eine finanzielle Unterstützung durch den Humanitären Fonds der ALBA für Haiti geschaffen, der von den Mitgliedstaaten gestiftet wird mit dem Ziel, Mittel durch politische Organisationen zu sammeln, die ihren Beitrag freiwillig leisten werden.
Es wurde unterstrichen, dass er sich mit dem Ergebnis der Spendensammlung von Unternehmen wie Petróleos de Venezuela (PDVSA) und dem Unternehmen Citgo entwickeln wird, dafür schlug Präsident Chávez vor, 100 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen, um diesen Fonds zu bilden.
Der dritte Punkt basiert auf der Fortsetzung der Energie-Unterstützung durch Petrocaribe. Der venezolanische Präsident hob den Schuldenerlass für Haiti seitens Petrocaribe hervor. Außerdem kündigte er die Schaffung eines Sonderplanes für die direkte Lieferung von Kraftstoff durch mobile Tankstellen an strategischen Punkten an. Es wird ein Sonderplan geschaffen für die direkte Versorgung des Volkes mit Kraftstoff durch mobile Tankstellen, die sich an strategischen Punkten befinden. Sie werden orientiert sein auf die kostenlose Kraftstoffhilfe für die Fahrzeuge, die in Zentren der humanitären Hilfe, von Krankenhäusern und Hilfspersonal benutzt werden, sowie auf die direkte Hilfe für die Bevölkerung für die Energieerzeugung.
Als vierter Punkt werden landwirtschaftliche Initiativen für die Versorgung mit Nahrungsmitteln entwickelt und Produktionspläne reaktiviert werden, die von der Initiative ALBA-Lebensmittel ausgeführt wurden. Es wird eine Wiederaufforstungskampagne begonnen werden, wofür kleine Stauseen, Zisternen für das Sammeln von Wasser, artesische Brunnen mit Bohr-LKWs gebaut werden, es werden Saatgut für die Aussaat und landwirtschaftliche Werkzeuge wie Macheten, Mikrotraktoren, Schaufeln für den Bau einer Schule für die Ausbildung in Agro-Ökologie gespendet werden, welche auf die Initiative der „Brigada de la Vía Campesina de Brasil“ zählen kann, die in Haiti ist.
Der fünfte Punkt des Planes bezieht sich auf die Bildung. Haitianische Jugendliche sollen eine kurze technische Ausbildung erhalten. Es wird ein vorrangiger Plan entwickelt werden für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs und Ausstattung von Schulen, Ausbildung von Lehrern und die vorrangige Aufnahme von Kindern, deren Eltern in Länder der ALBA auswandern, in Schulen der nationalen öffentlichen Systeme.
Sechster Punkt: Der venezolanische Staatschef betonte, dass es wichtig sei, die Pläne der Bolivarischen Allianz ALBA zu intensivieren und eine Migrationsamnestie zu erlassen, die die Entwicklung von Bewegungen in zwei Richtungen ermöglicht: a) Aufnahme von Familienangehörigen der ALBA-Länder b) Schaffung einer solidarischen Kooperationsbrigade, die Betreuung anbietet über das Netz der ca. 15.000 Haitianer, die in Venezuela leben.
Punkt sieben sieht vor, eine ausführliche Studie und ihre Empfehlungen durchzuführen, um die Anstrengungen und die Neugründung der humanitären Entwicklung in Haiti zu konzentrieren. Dafür werden drei Lager mit einer Unterbringungskapazität für bis zu achttausend Geschädigte in Puerto Príncipe, Jacmel und Leogane geschaffen werden, mit der Logistik des Erdölunternehmens Citgo in den USA (Filiale von PDVSA) für den Erwerb von Produktionsmitteln, von benötigten speziellen Materialien, angesichts der Zerstörung der haitianischen Häfen. In diesem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass Citgo 2.500 Radios und Tausende von Zelten in das Katastrophengebiet entsandt hat.
Im achten Punkt plant man eine Kooperation bei Sicherheit, Transport und Logistik, um die Anstrengungen zu bündeln und dieses Volk bei der humanitären Hilfe effektiv zu unterstützen.
Die Vertreter der Bolivarischen Allianz ALBA betonten, dass es wichtig sei, dass „bei den Anstrengungen zum Wiederaufbau Haitis, das Volk und die Regierung dieses Landes die Hauptakteure sein müssen“. Sie wiesen mit Nachdruck auf die Achtung der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität hin. Diesbezüglich äußerten sie ihre Besorgnis über „die exzessive Präsenz von ausländischen Streitkräften in Haiti ohne das Vorliegen von Gründen, die das rechtfertigen würden, und ohne Präzisierung ihrer Behörde, Ziele, Kompetenzen und Aufenthaltsdauer“. Es wurde daran erinnert, dass „die geeignetste Instanz die G-192 ist, die von der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) gebildet wurde mit dem Ziel zu gewährleisten, dass die schreckliche Lage, in der sich das haitianische Volk befindet, nicht ausgenutzt wird, um eine neue Okkupationskampagne zu unternehmen, die Haitis Souveränität verletzen würde, sowie zu erlauben, dass alle Völker der Welt ihre Kooperation ohne Beschränkungen jedweder Art durchführen können.
Quelle: Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in der Bundesrepublik Deutschland / RedGlobe
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