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Zum ersten Mal seit dem blutigen Putsch von Pinochet 1973 sind wieder Kommunisten im chilenischen Parlament vertreten. Drei führende Vertreter der Kommunistischen Partei Chiles konnten sich trotz des nach wie vor gültigen undemokratischen Wahlrechts in ihren Wahlkreisen durchsetzen, wozu in diesen Bezirken auch Absprachen mit den Mitte-Links-Parteien beigetragen haben.
Die drei neuen Abgeordneten der Kommunistischen Partei sind ihr Vorsitzender Guillermo Tellier, ihr Generalsekretär Lautaro Carmona und der Menschenrechtsanwalt Hugo Gutiérrez.
Weniger erfreulich fiel die parallel durchgeführte erste Runde der Präsidentschaftswahl aus. Der dritten offiziellen Hochrechnung zufolge, die von der chilenischen Regierung um 23 Uhr Ortszeit veröffentlicht wurde, konnte sich der Kandidat der Rechten, Sebastián Piñera, mit 44,03 Prozent der Stimmen gegen den Kandidaten des bislang regierenden Mitte-Links-Bündnisses Concertación, Eduardo Frei, durchsetzen, der auf magere 29,62 Prozent der Stimmen kam. Einen Achtungserfolg erzielte der unabhängige Kandidat Marco Enríquez-Ominami, der von Grünen und Humanisten unterstützt worden war und auf 20,12 Prozent kam. Auf dem vierten Platz folgte der Kandidat der Linken, Jorge Arrate, mit 6,21 Prozent der Stimmen.
Im Januar wird eine Stichwahl darüber entscheiden, wer künftiger Präsident Chiles wird. Obwohl alle drei unterlegenen Kandidaten dem nominell linken Lager angehören, ist nicht sicher, dass sie den Rechten schlagen können. Zahlreiche Unterstützer Enríquez-Ominamis haben sich in Umfragen für den rechten Kandidaten ausgesprochen.
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