| Reisefreiheit à la USA: Kein Visum für Silvio Rodríguez | | Drucken | |
| Kuba |
| Dienstag, den 05. Mai 2009 um 10:08 Uhr |
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Die US-Behörden haben am Montag dem bekannten kubanischen Liedermacher Silvio Rodríguez ein Einreisevisum für New York verweigert. Rodríguez, der zu den berühmtesten Künstlern der Insel gehört, war zu den Feiern zum 90. Geburtstag des US-Volkssängers Pete Seeger eingeladen worden, den er als »lebende Legende des nordamerikanischen Liedes« würdigte.
Rodríguez kritisierte öffentlich diese Entscheidung der US-Behörden, die eine Respektlosigkeit gegenüber den Künstlern darstelle, die ihn zu der Feier eingeladen haben. Diese von Washington an den Tag gelegte Haltung stehe in einem deutlichen Widerspruch zu dem von US-Präsident Barack Obama geäußerten Wunsch einer Annäherung mit Kuba. »Als kubanischer Kulturarbeiter fühle ich mich auch weiterhin so blockiert und diskriminiert wie unter anderen US-Regierungen«, sagte Rodríguez. Gemeinsam mit Pablo Milanés ist Silvio Rodríguez einer der bekanntesten Vertreter der kubanischen »Nueva Trova«. Über viele Jahre bereiste er mit Tourneen unzählige Länder der Welt, was ihn auch zu einer Stimme der Kubanischen Revolution machte. Obwohl er die Zahl seiner Tourneen in den letzten Jahren verringert hatte, reiste Rodríguez im vergangenen Jahr durch alle Gefängnisse seines Landes und trat gemeinsam mit anderen Musikern und bildenden Künstlern vor den Gefangenen auf. Die Visaverweigerung für den Künstler fällt mit der jüngsten Entscheidung des State Departments zusammen, Kuba wieder auf die berüchtigte Liste der Staaten, die den Terrorismus fördern, zu setzen, was sowohl vom kubanischen Außenministerium als auch vom früheren Präsidenten Fidel Castro sofort verurteilt wurde (Reflexionen des Compañero Fidel: Kuba, ein terroristisches Land?). Verwandte Artikel: |




