|
Parteitag der kubanischen Kommunisten tagt im April |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Kuba
|
|
Dienstag, den 09. November 2010 um 13:57 Uhr |
|
Aus Anlass des 50. Jahrestags der US-Invasion in der Schweinebucht und der wenige Tage zuvor erfolgten Proklamation des sozialistischen Charakters der Kubanischen Revolution wird im April der VI. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas zusammenkommen. Das kündigte Kubas Präsident Raúl Castro am Montagabend (Ortszeit) in Havanna an. Einziger Tagesordnungspunkt der Beratungen soll die derzeitige Wirtschaftslage der Insel sein, da von einem Erfolg in der »Wirtschaftsschlacht« die Zukunft der Revolution abhänge. Die ebenfalls anstehenden Diskussionen über personelle Veränderungen in der Parteiführung, deren Generalsekretär nach wie vor Fidel Castro ist, sowie in der Organisationsstruktur der Partei sollen hingegen bei einer Nationalen Partreikonferenz geführt werden. Diese hatte ursprünglich vor dem Parteitag stattfinden sollen, wird nun jedoch auf danach verschoben. Allerdings versicherte Raúl Castro, dass auch diese noch im kommenden Jahr stattfinden werde.
Der Parteitag gehe nicht nur die Delegierten etwas an, sondern sei ein Kongress des ganzen Volkes, so der kubanische Präsident. In seiner Vorbereitung werden vom 12. bis 30. November in allen Bezirken des Landes Seminare stattfinden. Anschließend sollen vom 1. Dezember bis 28. Februar die anstehenden Entscheidungen massenhaft in Basisversammlungen diskutiert werden, um Meinungen und Anregungen über die zu behandelnden Dokumente einzuholen.
Raúl nutzte für seine Ankündigungen eine Festveranstaltung zum zehnten Jahrestag der Unterzeichnung des ersten grossen Wirtschaftsabkommens zwischen Kuba und Venezuela. Aus diesem Anlass war auch der venezolanische Präsident Hugo Chávez nach Havanna gekommen, der für das bevorstehende Jahrzehnt 2011 bis 2020 »grosse Fortschritte beim Aufbau des Sozialismus in Kuba und Venezuela« ankündigte. Die Völker Lateinamerikas und der Karibik werden weiter zusammenrücken, da dies unabhängig von ideologischen Meinungsverschiedenheiten eine geopolitische Notwendigkeit sei, so der venezolanische Präsident. Kuba sei ein Beispiel für revolutionäre Konsequenz, lobte Chávez die Gastgeber.
|