Samstag, 25. April 2015
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Josué Calvo nach seiner FreilassungWie angekündigt haben die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) am Sonntag den vor einem Jahr gefangen genommenen Soldaten Josué Calvo freigelassen. Der 22-jährige wurde an einem geheimen Ort im Süden des Landes an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben und per Hubschrauber in die Stadt Villavicencio im Zentrum des Landes geflogen, die als Operationsbasis für die von Brasilien unterstützte Übergabeaktion dient. Dort wurde der junge Mann von seiner Familie in die Arme geschlossen. Sein Gesundheitszustand war offenbar deutlich besser, als befürchtet wurde. Die FARC hatten vor der Freilassung gewarnt, Calvo sei "ernstlich krank".

Für den morgigen Dienstag haben die FARC auch die Freilassung des seit zwölf Jahren in ihrer Gewalt befindlichen Unteroffiziers Pablo Emilio Moncayo angekündigt. Dessen Vater Gustavo wurde als "Friedenswanderer" weltweit bekannt, als er tausende Kilometer zu Fuß zurücklegte, um für die Freilassung seines Sohnes zu demonstrieren. Er hatte dem konservativen Präsidenten Alvaro Uribe wiederholt vorgeworfen, durch seine Linie einer gewaltsamen Befreiung den Austausch der FARC-Gefangenen gegen inhaftierte Guerrilleros immer wieder torpediert und das Leben seines Sohnes in Gefahr gebracht zu haben.

Wie die liberale Senatorin Piedad Córdoba, die ebenfalls in der Vermittlung zwischen FARC und Regierung engagiert ist, informierte, wollte Uribe auch dieses Mal die für die Freilassung nötigen Garantien zu verweigern, weil die FARC ihre Angriffe auf den Staat in den vergangenen Wochen intensiviert hatten. Córdoba teilte weiter mit, die Guerrilla habe angekündigt, dass dies das letzte Mal sei, dass sei Gefangene ohne Gegenleistung freilassen würden. Die FARC fordern einen Austausch der von ihnen nun noch 22 festgehaltenen Soldaten und Polizisten gegen etwa 500 inhaftierte Rebellen. Uribe lehnt das ab und forciert stattdessen die militärische Befreiung von Geiseln. Das baldige Ende seiner Amtszeit eröffnet allerdings Hoffnung auf Bewegung.

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