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Berlin: Botschafter der ALBA-Staaten gemeinsam für Honduras | Drucken |  E-Mail
Honduras
Dienstag, den 30. Juni 2009 um 21:37 Uhr
Am 29. Juni haben die Leiter der diplomatischen Vertretungen von Venezuela, Ecuador, Kuba, Bolivien und Nicaragua in der Bundesrepublik Deutschland eine Pressekonferenz einberufen, um vor zahlreichen Vertretern deutscher Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehstationen den am Morgen des 28. Juni 2009 in Honduras begangenen Staatsstreich zu verurteilen.


Venezuelas Botschafterin Blancanieve Portocarrero begrüßte die Journalisten und verlas die Erklärung des Ministerium der Volksmacht für Auswärtige Beziehungen der Bolivarischen Republik Venezuela, in der die Regierung den Putsch in der Schwesterrepublik Honduras verurteilt, und fügte hinzu, dass ALBA, Mercosur, SICA, die Rio-Gruppe, die OAS und die Europäische Union ebenso den Staatsstreich verurteilen, der die Legalität und Legitimität des gewählten Präsidenten Manuel Zelaya bricht.

Portocarrero rief zur Rettung der Würde des honduranischen Volkes auf und forderte die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Garantien und die Respektierung der politischen, sozialen, kulturellen und Menschenrechte.

Der kubanische Botschafter Gerardo Peñalver erklärte: “Wir sind sicher, dass sich die Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber diesen Ereignissen Bahn brechen werden und es in einer Welt wie der heutigen schon nicht mehr möglich ist, brutale Staatsstreiche durchzuführen, die internationales Recht verletzen, wie es der Fall des Putsches in Honduras ist. Die Zeit der Militärdiktaturen in Lateinamerika ist vorbei, und wir sind überzeugt, dass die sofortige Mobilisierung der internationalen öffentlichen Meinungen und der internationalen Organisationen sowie insbesondere des honduranischen Volkes verhindern werden, dass sich dieser Staatsstreich durchsetzt und dafür sorgen, dass der rechtmäßig gewählte Präsident José Manuel Zelaya zurückkehrt.

Auch der Botschafter von Ecuador, Horacio Sevilla Borjas, unterstrich die Verurteilung seiner Regierung gegenüber diesem Angriff auf die lateinamerikanische Demokratie und erklärte, dass die Unterstützung aller Länder Amerikas, einschließlich der USA, lebenswichtig für die Wiedereinsetzung des Präsidenten Zelaya und des Rechtsstaates in Honduras sei. Weiter informierte er, dass der ecuadorianische Präsident Rafael Correa für die nächsten Stunden eine Sondersitzung der Rio-Gruppe einberufen hat.

Auch die Geschäftsträger der Botschaften der Republik Nicaragua und der Republik Bolivien klagten den Staatsstreich an und solidarisierten sich mit dem  Volk von Honduras und dem Präsidenten  Manuel Zelaya.

Anschließend hatten die Journalisten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Sie interessierten sich für die Meinung der Botschafter, welche Maßnahmen die ALBA-Länder ergreifen werden, um eine wahrheitsgemäße und angemessene Information der öffentlichen Meinung und insbesondere der deutschen Öffentlichkeit sicherzustellen. Gefragt wurde auch, ob dieser Staatsstreich in Honduras andere Demokratien in Lateinamerika beeinträchtigen könne.

Die venezolanische Botschafterin betonte hierzu, dass die Oligarchien in Honduras die Zeichen des demokratischen Fortschritts in Lateinamerika ignoriert haben, der sich im Aufbau eines neuen partizipativen und protagonistischen Modells der lateinamerikanischen Völker voller Respekt der Menschenrechte und einer Welt des Friedens ausdrücke.

Sie erläuterte, dass die Gruppe der ALBA-Botschafter die Position ihrer Regierungen den Institutionen des deutschen Staates übermitteln sowie das Netz der Solidaritätsgruppen aktivieren werde, um die deutsche Öffentlichkeit über die wirkliche Lage des honduranischen Volkes zu informieren.

Die Botschafter hoben die Bedeutung der internationalen Öffentlichkeit für die Freiheit des Präsidenten Zelaya und für eine Wiederherstellung der Demokratie und des Respekts für das Volk von Honduras hervor. Sie erklärten, dass die OAS eine politische Entscheidung fällen müsse, die die Krise in Honduras lösen und den Weg der Demokratie wieder öffnen könne.

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