| Wieder Zehntausende auf den Straßen von Tegucigalpa | | Drucken | |
| Honduras |
| Samstag, den 04. Juli 2009 um 01:37 Uhr |
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Am sechsten Tag der Proteste gegen den gewaltsamen Sturz des rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya sind heute in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa trotz zunehmender Repression erneut mehrere Zehntausend von Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den Putsch zu protestieren. Die Demonstranten versammelten sich seit den frühen Morgenstunden vor der Pädagogischen Universität, wo auch eine erste Kundgebung durchgeführt wurde. Später zog der Demonstrationszug in die Nähe des Präsidentenpalastes. Das gesamte Gebiet rund um den Regierungssitz und um ein Marriott-Hotel ist von bewaffneten Soldaten und Polizisten der Aufstandsbekämpfungseinheiten abgesperrt. Auf einem kleinen Platz innerhalb der Absperrungen führten Sympathisanten der Putschisten - vor allem Angehörige der Mittel- und Oberschicht sowie Mitglieder religiöser Gruppierungen - eine Kundgebung zur Unterstützung des Staatsstreiches durch.
Anwesende Journalisten honduranischer Medien bezifferten die Zahl der Demonstranten auf über 20.000 Menschen, die anschließend zum drei Kilometer entfernten Sitz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Tegucigalpa zogen. Für heute ist ein Treffen von Vertretern der Widerstandsfront mit OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza vorgesehen, der heute in Tegucigalpa eingetroffen ist, um den Putschisten die Verurteilung der Staatsstreiches durch die Staatengemeinschaft zu übermitteln. Heute läuft ein Ultimatum von 72 Stunden aus, die der OAS-Generalrat am Mittwoch den Putschisten gestellt hatte, um wieder demokratische Verhältnisse in Honduras herzustellen. Für das Wochenende wird die Rückkehr des rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya nach Tegucigalpa erwartet. Neuere Artikel:
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