| Honduras wartet auf Zelaya | | Drucken | |
| Honduras |
| Sonntag, den 05. Juli 2009 um 13:35 Uhr |
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Aufruf des Präsidenten Manuel Zelaya Trotz massiver Drohungen der Putschisten will der rechtmäßige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, heute in sein Heimatland zurückkehren. Bereits gestern versammelten sich Tausende von Menschen am Flughafen von Tegucigalpa, um auf die Ankunft Zelayas zu warten, der von Ecuadors Präsident Rafael Correa, Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner und Paraguays Staatschef Fernando Lugo begleitet wird. Mit Sorge wird beobachtet, dass auf den Dächern des Flughafens Scharfschützen der Aufstandsbekämpfungseinheit »Cobra« in Stellung gegangen sind. Von Journalisten gefragt, wer seinen Schutz garantiere, antwortete Zelaya: »Sie von den internationalen Medien sind meine Sicherheit, und außerdem ist das Volk da. Ich habe Gott und das Volk, und ich denke, das ist eine Menge.« Während Kanada und Costa Rica Zelaya gestern während einer Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten baten, seine Rückkehr aus Sicherheitsgründen zu verschieben, schloss der rechtmäßige Präsident dies aus und sagte ironisch, er könne seine Rückkehr ja bis zum 27. Januar 2010 verschieben. An diesem Tag endet Zelayas Amtszeit als Präsident des Landes. Zelaya kündigte an, heute zwischen 9 und 10 Uhr Ortszeit (zwischen 17 und 18 Uhr MESZ) in Washington abzufliegen und vier Stunden später in Honduras zu landen. Unterdessen hat die OAS die Mitgliedschaft von Honduras suspendiert, bis in dem zentralamerikanischen Land wieder demokratische Verhältnisse einziehen. Mit den Stimmen aller 33 Mitglieder reagiert die OAS zum ersten Mal in dieser Weise auf einen Militärputsch in Lateinamerika. In der Resolution der OAS wird die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) aufgefordert, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte in Honduras zu ergreifen. OAS-Generalsekretär Insulza wird beauftragt, weiter alle diplomatischen Möglichkeiten zu ergreifen, um eine Rückkehr des Landes zur verfassungsmäßigen Ordnung zu erreichen, ohne dass dies in irgendeiner Weise als Anerkennung des Regimes in Tegucigalpa gewertet werden dürfe. Die Mitgliedsländer der Organisation werden schließlich aufgefordert, ihre Beziehungen zu Honduras zu überprüfen. Bereits zuvor hatten die Putschisten ihrerseits den Austritt des Landes aus der OAS erklärt. Da die Organisation das Regime jedoch nicht anerkennt, hatte diese Erklärung keinen Einfluss auf den Verlauf der Sitzung. Neuere Artikel:
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