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Zelaya in San Salvador: »Die Gewalt wird niemals die Suche nach Frieden besiegen können« | Drucken |  E-Mail
Honduras
Montag, den 06. Juli 2009 um 09:24 Uhr

Fotogalerie: Putschisten gegen Hunderttausende
Nach der von den Putschisten verhinderten Landung des venezolanischen Flugzeugs mit dem rechtmäßigen Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, und dem Präsidenten der UNO-Vollversammlung, Miguel D'Escoto, an Bord, ist die Delegation zunächst nach Managua ausgewichen und wenig später von dort nach San Salvador weitergeflogen, wo Zelaya mit den Mitgliedern der zweiten Delegation traf, die aus Washington direkt dorthin geflogen war. Gegenüber dem lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur erklärte Zelaya, die Putschisten hätten eine Landung des Flugzeugs nicht nur durch eine Blockade der Landebahn des Flughafens von Tegucigalpa verhindert, sondern dem Piloten auch einen Abschuß der Maschine durch die honduranische Luftwaffe angedroht.

Um 21.30 Uhr Ortszeit (5.30 Uhr MESZ) versammelten sich Zelaya und die ihn begleitenden Staatschefs zu einer Pressekonferenz. Der honduranische Präsident wurde begleitet von seinen Amtskollegen aus Ecuador, Rafael Correa, Argentinien, Cristina Fernández, Nicaragua, Daniel Ortega, und Paraguay, Fernando Lugo, sowie von OAS-Generalsekretär Insulza und Miguel D'Escoto.

Insulza kündigte an, dass seine Organisation weiter für die Wiederherstellung der Demokratie in Honduras arbeiten werde. Dazu gehöre auch die Rückkehr Zelayas nicht nur als Präsident, sondern auch als Bürger des Landes. Er erinnerte daran, dass die Verfassung von Honduras die Ausweisung oder Auslieferung eines Staatsbürgers untersagt.

Zelaya erklärte seine Solidarität mit den trauernden Familienangehörigen der durch die militärische Repression ermordeten Demonstranten am Flughafen von Tegucigalpa, deren Zahl mittlerweile mit drei angegeben wird. »Im Namen Gottes fordere ich euch auf, hört auf, das honduranische Volk zu unterdrücken«, erklärte der rechtmäßige Präsident. An das Volk gerichtet, dass sich zu Hunderttausenden am Flughafen von Tegucigalpa versammelt hatte, sagte er: »Verliert nicht die Hoffnung. Die Gewalt wird niemals in der Lage sein, die Suche nach Frieden zu besiegen. Solange es Menschen gibt, die dieses wertvolle Gut der Demokratie bewahren wollen, und das sind nicht die Militärs und nicht die Eliten, sondern das Volk, solange haben wir die Hoffnung, dass die Welt besser werden wird.«

Im Namen der Zelaya begleitenden Staatschefs ergriff Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández das Wort: »In dieser Nacht spreche ich für Millionen und Abermillionen von Bürgerinnen und Bürgern, die heute Nacht entschlossen sind, dass die Demokratie die letzte und endgültige Garantie für die verletzten Menschenrechte ist.«

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