| Worte Zelayas und des Piloten während des Überflugs über den Flughafen von Tegucigalpa | | Drucken | |
| Honduras |
| Montag, den 06. Juli 2009 um 23:20 Uhr |
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Während der honduranische Präsident Zelaya und sein Pilot am Sonntag in einer Sondermaschine über dem Flughafen von Tegucigalpa kreisten, führte der lateinamerikanische Sender TeleSur ein Interview mit ihnen, das live ausgestrahlt wurde. In ihrer morgigen Ausgabe dokumentiert die Tageszeitung junge Welt dieses Interview in Auszügen, wir haben den vollständigen Text. Flugkapitän im Gespräch mit TeleSur: Guten Abend, ich möchte die internationale Gemeinschaft informieren, dass wir zweimal die Landebahn überflogen haben. Sie ist von Soldaten und Fahrzeugen besetzt. Wir haben um Landegenehmigung gebeten und darauf hingewiesen, dass wir an Bord den Präsidenten der UNO-Vollversammlung haben, und sie haben uns damit gedroht, das Flugzeug abzufangen. Wir arbeiten an unserer Alternative, die wir aus Sicherheitsgründen nicht sagen können. Eine Landung ist unter dieser Bedingungen unmöglich, auf der zweiten Strecke sind bereits Fahrzeuge hingestellt worden. In solchen Fällen muss eine Alternative gefunden und über die Anormalitäten informiert werden, die uns eine Landung nicht gestatten. Präsident Manuel Zelaya: Sie verhindern hier die Landung und haben Hindernissen aufgebaut, damit wir auf der Piste nicht landen können. Sie haben die Landung außerdem durch die Drohungen des Funkers verhindert, der ankündigte, dass wir direkt von der Luftwaffe abgefangen würden. Angesichts dieser Situation müssen wir das durchführen, was wir mit den übrigen Mitglieder der OAS geplant haben, um zu sehen, welche Lösung wir finden können, denn wir können nicht auf der Piste niedergehen. Es gibt eine totale Opposition, die Hindernisse und zwei Fahrzeuge am Beginn der Piste aufgebaut hat. Ich tue alles, was ich tun muss. Ich bin in der Steuerkabine, zusammen mit den Piloten, die alles menschenmögliche tun, um sich der Piste zu nähern. Wenn wir einen Fallschirm hätten, würde ich aus diesem Flugzeug abspringen, aber die Piloten können nicht landen, wenn Hindernisse auf der Piste sind. Die Entscheidung, die wir treffen werden, ist weiter das zu tun, was wir geplant haben, einen anderen Weg zu finden, um in das Land einzureisen. Wenn wir es jetzt nicht können, werden wir es morgen oder übermorgen tun, aber unser Interesse ist, ist in das Land einzureisen. Die Menschen konnten die militärische Absperrung nicht durchbrechen, sonst hätten sie die Hindernisse beseitigt. Was in Honduras geschieht, ist eine Barbarei, die ich vor der Weltöffentlichkeit anklage. In den Regierungen muss es jemanden geben, der einer bewaffneten Gruppe gegen das Land Befehle erteilt, es muss eine Regierung geben, die Befehle erteilt, um multinationale Anstrengungen zu kanalisieren. Diese Putschistenbewegung ist aus keiner sozialen Revolution entstanden, sondern aus einer Elite, die gewaltsam die Macht ergreift und sie gewaltsam festhalten will. Ab morgen ist es an den Mächten, insbesondere den Vereinigten Staaten, die eine so große Kraft haben, sofortige Maßnahmen zu ergreifen. Ich habe heute Anrufe von Persönlichkeiten aus aller Welt erhalten und in wenigen Minuten werden wir darüber informieren, welches die nächsten Aktionen sein werden. Die Piloten sagen, dass sie nicht landen können, weil sie dadurch einen Unfall des Flugzeugs provozieren würden. Wir wollen auf jeden Fall auf der Landebahn des Flughafens landen, immer voller Respekt und Toleranz. Sprecher von TeleSur: Welche Aktionen erbitten Sie von Obama? Präsident Manuel Zelaya: Die in wirtschaftlichen Dingen stärkste Regierung hinsichtlich der Dollar-Sphäre (Anm. d. Übers.: Die honduranische Wirtschaft ist hochgradig auf den Dollar ausgerichtet, besonders bei größeren Geschäften spielt die nationale Währung, der Lempira, faktisch keine Rolle) sind für uns die Vereinigten Staaten. Wenn sie mit Putschisten zusammenleben werden, wird die Demokratie in Amerika enden. Wenn die Präsidenten Amerikas dies zulassen, weil sie wegen einer Farce oder einem Konflikt einen Befehl von einem Militär erhalten, wird die Demokratie zu einer großen Farce und nur noch eine Fassade. In diesem Sinne fordere ich die wirtschaftlich und handelspolitisch einflussreichen Mächte auf, dass sie Maßnahmen ergreifen, wenn es wie in Honduras gestützt auf Barbarei und Terror Angriffe auf die rechtmäßigen Gewalten gibt. Ich bin an der Seite des Volkes. Ich suche nach einem Weg zur Rückkehr in mein Land, damit wieder Ruhe einkehrt. Diese Herren sollten sicher sein, dass sie nicht eine Armee wie die honduranische oder ein Volk regieren können, das die Fähigkeit zur Rebellion hat. Heute ist ganz Honduras eine gesellschaftliche Opposition gegen eine De-Facto-Regierung, die dazu fähig ist, sie in extremer Armut und ohne Beteiligung zu lassen, um ihre Privilegien zu bewahren. An die Nationen der Welt, wir müssen eine sofortige Antwort finden. In diesen Augenblicken werde ich mich mit den Präsidenten Südamerikas in Verbindung setzen. Ich habe schon gesagt, dass uns der Präsident der UNO-Vollversammlung begleitet. Sie wollten den Flughafen nicht öffnen und haben uns gesagt, dass das Zivilflugzeug sofort wegfliegen müsse oder abgefangen werde. Das wird nicht verhindern, dass wir das tun, was wir tun müssen, um dieses Opfer zu beenden, das das Volk bringt. Was heute in Honduras passiert, ist ungerecht. Übersetzung: André Scheer Neuere Artikel:
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