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Zelaya will am kommenden Wochenende zurückkehren | Drucken |  E-Mail
Honduras
Montag, den 20. Juli 2009 um 16:51 Uhr
Nach dem Scheitern der Vermittlungsbemühungen des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias hat der rechtmäßige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, seine Rückkehr nach Hause für das kommende Wochenende angekündigt. Damit befolge er einen Auftrag der Verfassung, betonte Zelaya bei einer Pressekonferenz in der honduranischen Botschaft in Managua. Gemeinsam mit seinen Beratern werde er nun die Mechanismen vorbereiten, um nach Honduras zurückzukehren.

Vor der internationalen Gemeinschaft stehe nun die Herausforderung, Druck auf die Putschisten auszuüben, denn diese hätten sich über die ganze Welt lustig gemacht, indem sie die Vorschläge Arias' durch einen zynischen Gegenvorschlag beantwortet hätten. Während Zelaya den von Arias vorgelegten Sieben-Punkte-Katalog akzeptiert hatte, der u.a. eine Generalamnestie für die Putschisten und den Verzicht auf eine Abstimmung über die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung vorsah, konnten sich die Putschisten nicht mit dem wichtigsten Punkt in Arias' Katalog abfinden, der nämlich die Rückkehr Zelayas in das Präsidentenamt vorsah.

Mit Blick auf die von Arias erklärte 72-stündige "Suspendierung" der Gespräche sagte Zelaya, die internationale Gemeinschaft solle diese Frist nutzen, um endlich mehr Druck auf das Regime auszuüben, das sich nur durch die Gewalt der Bajonette an der Macht halte. Wenn die Putschisten richtig unter Druck gesetzt würden, könnten sie sich keine 24 Stunden länger an der Macht halten, betonte der rechtmäßige Präsident.

Die Gewerkschaftsverbände, die sich der Widerstandsbewegung angeschlossen haben, rufen unterdessen für den kommenden Donnerstag und Freitag zu einem Generalstreik in Honduras auf. Mit diesem Ausstand sollen insbesondere die Unternehmer getroffen werden, die hinter den Putschisten stehen. Durch zahlreiche Massenaktionen soll ausserdem erreicht werden, dass das ganze Land lahmgelegt und somit eine Stabilisierung des Putsch-Regimes verhindert wird.

Die Putschisten haben auf die Verstärkung der Widerstandsaktionen mit der erneuten Verlängerung der nächtlichen Ausgangssperre und eine starken Militärpräsenz im ganzen Land reagiert.
 
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