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Wahlfarce in Honduras: Geringe Beteiligung, brutale Unterdrückung |
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Honduras
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Sonntag, den 29. November 2009 um 23:19 Uhr |
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Die unter Kontrolle der Putschisten in Honduras durchgeführte Wahlfarce wird offenbar massenhaft boykottiert. Beobachter sprechen von einer Wahlbeteiligung von unter 35 Prozent, obwohl die von den Putschisten kontrollierten Medien versuchen, einen Erfolg herbeizuschreiben. Die Widerstandsbewegung warnt, dass die Putschisten nun zu einer kaum verhüllten Manipulation der Abstimmung greifen werden, um die Zahl der abgegebenen Stimmen zu erhöhen. Tatsächlich meldet das Putschistenblatt »El Heraldo« bereits eine bevorstehende Verlängerung der Abstimmung um eine Stunde, angeblich wegen eines »großen Andrangs« an den Wahllokalen.
Menschenrechtsorganisationen berichten von willkürlichen Verhaftungen und verschwundenen Personen. In der zweitgrößten Stadt des Landes, San Pedro Sula, lösten die Sicherheitskräfte der Putschisten eine gewaltfreie Demonstration der Widerstandsbewegung auf.
Der rechtmäßige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, rief zur Annullierung der Wahl auf. Die Abstimmung müsse unter demokratischen und transparenten Bedingungen wiederholt werden, forderte der am 28. Juni gestürzte Staatschef, der noch immer in der brasilianischen Botschaft in Tegucgalpa ausharrt.
Ecuador und Venezuela haben am Sonntag erneut betont, dass sie die Wahlen nicht anerkennen werden. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) will am 4. Dezember zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um die Lage nach der Wahlfarce zu diskutieren.
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