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Weniger als ein Drittel ging zur Wahlfarce der Putschisten |
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Honduras
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Montag, den 30. November 2009 um 08:36 Uhr |
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Während die von den Putschisten kontrollierte Wahlbehörde in Honduras von einer »guten Beteiligung« spricht, haben Angaben des rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya zufolge bis zu 75 Prozent der Wahlberechtigten die Abstimmung in dem zentralamerikanischen Land boykottiert. »Wir sind davon ausgegangen, dass die Wahlen annulliert werden müssen, wenn die Wahlenthaltung die 50-Prozent-Marke übersteigt,« sagte Zelaya dem lateinamerikanischen Nachrichtensender TeleSur. Nach den vorliegenden Daten bewege sich der Boykott landesweit bei 65 Prozent, in einigen Regionen hätten 75 Prozent der Wahlberechtigten die Stimmabgabe verweigert.
»So eine Wahl repräsentiert nicht das demokratische System, das wir Lateinamerikaner und Honduraner wollen,« betonte der am 28. Juni gestürzte Staatschef und erläuterte, dass die Widerstandsbewegung rund 1400 Abstimmungslokale überwacht habe und die Zahl der Wählerinnen und Wähler kenne. »Die Diktatur lügt,« betonte Zelaya deshalb mit Blick auf Äußerungen des Regimes, wonach nur rund 30 Prozent der Menschen die Wahlen boykottiert hätten. Er rief die USA auf, ihre Haltung zu überdenken und die Wahlen nicht anzuerkennen.
Auch der Sprecher der Widerstandsbewegung, Rafael Alegría, informierte, dass 65 bis 70 Prozent der Wahlberechtigten die Abstimmung boykottiert hätten.
Die Wahlbehörde TSE veröffentlichte bislang keine offiziellen Zahlen über die Wahlbeteiligung. Nach ihren Angaben hat Porfirio Lobo von der Nationalen Partei die Wahlen mit 57,16 Prozent der Stimmen gewonnen. Verlierer ist Elvin Santos von den Liberalen, der vor dem Putsch noch als sicherer Sieger gegolten hatte. Jetzt kam er nur auf 33,42 Prozent der Stimmen, offenbar haben sich viele Anhänger der Liberalen dem Boykott angeschlossen. Der linke Kandidat César Ham, der entgegen der Aufrufe der Widerstandsbewegung an seiner Kandidatur festgehalten hatte, kam auf nur 1,6 Prozent und damit auf das schlechteste Ergebnis aller fünf Kandidaten.
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