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Mexiko versucht, den am 28. Juni 2009 gestürzten Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, aus der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa herauszuholen, in der dieser seit Ende September ausharrt. Wie ein Sprecher der honduranischen Luftfahrtbehörde bestätigte, sei ein Flugzeug aus Mexiko unterwegs, um den legitimen Staatschef abzuholen. Zelaya selbst bestätigte Gespräche mit Mexiko, dementierte jedoch, dass er um politisches Asyl gebeten habe. »Ich bin bis zum 27. Januar 2010 Präsident von Honduras«, bekräftigte Zelaya gegenüber TeleSur.
Das Putschregime hat diese Aussagen zum Anlass genommen, eine Ausreise Zelayas zu verhindern. Sie sei bereit, ihm freies Geleit zu gewähren, wenn er als Asylant nach Mexiko reise, nicht jedoch, wenn ihn die mexikanische Regierung als »Gast« ansehe. Hintergrund dieses Manövers ist, dass Zelaya, wenn er in Mexiko politisches Asyl genießen würde, keine politischen Erklärungen mehr abgeben dürfte. Das Regime fürchtet offenbar eine Situation wie in den Wochen nach dem Staatsstreich, als Zelaya die legitime Regierung seines Landes bei zahlreichen internationalen Konferenzen vertrat und in vielen Staaten zu offiziellen Besuchen empfangen wurde.
Als die ersten Meldungen von einer bevorstehenden Ausreise Zelayas in Tegucigalpa bekannt wurden, versammelten sich spontan zahlreiche Demonstranten in der Umgebung der diplomatischen Vertretung Brasiliens. Polizei und Militär gingen gewaltsam gegen die Menschen vor, die ihren Widerstand gegen die Putschisten aufrecht erhalten wollen.
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