| Kolumbianische Regierung will nicht gegen Paramilitärs demonstrieren | | Drucken | |
| Kolumbien |
| Mittwoch, den 13. Februar 2008 um 01:19 Uhr |
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Die kolumbianische Regierung wird eine für den 6. März geplante Großdemonstration gegen die ultrarechten Paramilitärs nicht unterstützen. Das sagte einer der engsten Berater des Präsidenten Álvaro Uribe, José Obdulio Gaviria. Die Demonstration der Nationalen Bewegung der Opfer staatlicher Verbrechen werde "von der FARC veranstaltet", behauptete Gaviria. Die Organisatoren protestierten gegen Verbrechen des Staates, "die es in Kolumbien nicht gibt", so der Regierungsvertreter.
An der Demonstration gegen die Guerrilla am 4. Februar habe er sich aber "voller Enthusiasmus" beteiligt, so Gaviria. Als Beweis für die Verbindungen zwischen den Organisatoren der Demonstration und der FARC verwies der Politiker auf die Homepage der alternativen Nachrichtenagentur ANNCOL, auf der ein Aufruf für die Aktion zu finden sei. Diese Agentur sei ein Sprachrohr der FARC, so Gaviria. Tatsächlich dokumentiert ANNCOL regelmäßig Erklärungen der Guerrilla, betont aber zugleich ihre Unabhängigkeit. Iván Cepeda Castro, einer der Organisatoren der Demonstration gegen die Paramilitärs, unterstrich, er sei gegen jede bewaffnete Gruppe, seien es die FARC oder die Paramilitärs. "Es ist klar, dass der Aufruf nicht von der FARC stammt, sondern von der Nationalen Bewegung der Opfer staatlicher Verbrechen", so Cepeda. Es sei eine offene Aktion, an der sich alle Menschen beteiligen können, in dem sie sich auf den Plätzen versammeln, demonstrieren oder eine weiße Fahne an ihrem Haus befestigen, um dadurch ihre Ablehnung der Paramilitärs zu bekunden. "Wir sind eine legal konstituierte Organisation und verwahren uns gegen jeden Anschluß von Gruppen, die außerhalb des Gesetzes stehen", betonte Cepeda. Die von der Regierung in Bogotá offen unterstützte Großdemonstration am 4. Februar hatte sich ausschließlich gegen die FARC gerichtet. Während Vertreter der paramilitärischen Banden in den Demonstrationszügen geduldet wurden, mußte der "Friedenswanderer" Gustavo Moncayo, Vater eines seit zehn Jahren von der Guerrilla verschleppten Soldaten, seine Rede nach Störungen abbrechen. Er hatte gefordert, der Protest dürfe sich nicht allein gegen die Guerrilla, sondern müsse sich auch gegen die Paramilitärs richten. Neuere Artikel:
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