| FARC lassen französische Mission nicht zu Ingrid Betancourt | | Drucken | |
| Kolumbien |
| Dienstag, den 08. April 2008 um 23:59 Uhr |
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In einem auf den 4. April datierten Kommuniqué, das heute vom lateinamerikanischen Nachrichtensender TeleSur verbreitet wurde, kritisiert das Sekretariat des Zentralen Oberkommandos der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) die französische Ärztedelegation, die in Bogotá auf ein Treffen mit der früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt wartet, als "nicht zweckmäßig". Betancourt, die seit sechs Jahren von der Guerrilla gefangen gehalten wird, soll schwer krank sein. Bemühungen um ihre Freilassung waren offenbar auf gutem Weg gewesen, als der FARC-Unterhändler Raúl Reyes in einem Lager auf ecuadorianischem Staatsgebiet Opfer eines kolumbianischen Angriffs wurde.
"Wenn der Präsident Uribe Anfang des Jahres Pradera und Florida für 45 Tage geräumt hätte, hätten sowohl Ingrid Betancourt wie auch die gefangenen Soldaten und Guerrilleros ihre Freiheit zurückgewonnen, das wäre der Sieg aller gewesen", kritisiert die Guerrilla die Haltung der kolumbianischen Regierung. Die FARC fordern den Abzug der Regierungstruppen aus zwei Bezirken, um dort über einen Gefangenenaustausch verhandeln und die Übergabe der Personen durchführen zu können. "Die gefangenen Guerrilleros in den Gefängnissen Kolumbiens und der USA sind unsere Priorität", heißt es in der Erklärung. "Die einseitige Freilassung von fünf Kongressabgeordneten und einer ehemaligen Vizepräsidentschaftskandidatin im Januar und Februar waren vor allem eine Geste der Großzügigkeit und des politischen Willens der FARC und nicht eine der Schwäche oder das Ergebnis von Druck, wie es die Regierung des Herrn Uribe irrtümlich glaubt", schreibt die Guerrilla. Die Freilassungen beruhten auf einer "souveränen Entscheidung der Aufständischen", die von der humanitären Tätigkeit des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und der kolumbianischen Senatorin Piedad Córodba befördert worden sei. "Seit der letzten einseitigen Freilassung am 27. Februar haben wir auf das Präsidentendekret gewartet, das den Militärabzug aus Pradera und Florida anordnet, um dort, mit der Garantie der Guerrillapräsenz, das Abkommen über einen humanitären Austausch zu konkretisieren", schreibt die Guerrilla. "Wir bedauern zutiefst, dass während wir greifbare Schritte zu einem humanitären Austausch unternahmen, der Präsident Uribe die feige Ermordung des Comandante Raúl Reyes geplant und durchgeführt und damit die Hoffnung auf einen humanitären Austausch und Frieden tödlich verwundet hat". Uribe sei das wichtigste Hindernis und der größte Feind eines Austausches, so die Guerrilla. Die französische Ärztemission sei das Ergebnis eines "bösen Spiels" Uribes mit der Regierung in Paris und eine gewissenlose Verhöhnung der Familienangehörigen der Gefangenen, so die FARC. "Wir reagieren nicht auf Erpressungen und nicht auf den Druck von Medienkampagnen", schreibt die Organisation. Quelle: TeleSur / RedGlobe Neuere Artikel:
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