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Kolumbien geht in eine zweite Runde. Am 20. Juni wird in einer Stichwahl entschieden, ob der Kandidat der Regierungspartei »de la U«, Juan Manuel Santos, oder der Vertreter der Grünen Partei, Antanas Mockus, künftig das südamerikanische Land regieren wird.
Klarer Sieger der ersten Runde war aber Santos, der nach Auszählung von 99,71 Prozent der Stimmen auf 46,56 Prozent kam, deutlich mehr, als die Umfragen prognostiziert hatten. Mockus hingegen blieb hinter den Erwartungen zurück, erreichte aber mit 21,5 Prozent den zweiten Platz und damit den Einzug in die Stichwahl.
Dritter ist der Parteichef der Mitte-Rechts-Partei »Radikaler Wandel«, Germán Vargas Lleras, der auf 10,13 Prozent, während auf den Viertplatzierten, Gustavo Petro vom Demokratischen Alternativen Pol (PDA), 9,16 Prozent entfielen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 50 Prozent.
Die Wahlbeobachter sprachen abschließend zwar von »wenigen Unregelmäßigkeiten«. Im nordwestlichen Antioquia und dem südwestlichen Cauca sei es jedoch zu bewaffneten Überfällen gekommen.
Die größten Verlierer der Wahl sind die traditionellen Parteien. Rafael Pardo von der Liberalen Partei und Noemí Sanín von den Konservativen kamen über den fünften und sechsten Platz nicht hinaus und vereinten jeweils weniger als eine Million Stimmen auf sich.
Mockus rief die unterlegenen Parteien auf, für die Stichwahl eine »große Bürgerallianz« zu bilden, um gemeinsam der »demokratischen Legalität« zum Sieg zu verhelfen.
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