Freitag, 6. März 2015
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Hugo ChávezMit einem Feuerwerk und dem traditionellen Wecksignal, der "Toque de Diana", hat in den frühen Morgenstunden in Venezuela die Wahl zur neuen Nationalversammlung begonnen. 17,5 Millionen Menschen sind aufgerufen, die Abgeordneten für die venezolanische Legislative sowie für das Lateinamerikanische Parlament (Parlatino) zu bestimmen. Letzten Umfrage zufolge kann das Bündnis aus der Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV), der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) und kleineren Organisationen mit der absoluten Mehrheit der Stimmen rechnen. Unklar blieb, ob dies auch zur Verteidigung der Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament reichen würde.

Sicher ist hingegen, dass die Opposition ins Parlament zurückkehren wird. Die letzte Wahl 2005 hatten die Regierungsgegner boykottiert und so dem bolivarischen Lager eine überwältigende Mehrheit verschafft. Diesen Fehler haben sie in diesem Jahr nicht wiederholt.

Als "dritte Kraft" präsentierte sich im Wahlkampf die zu Jahresbeginn aus dem Regierungslager ausgescherte Partei Patria Para Todos (PPT). Für sie wäre eine Rückkehr ins Parlament bereits ein wichtiger Erfolg.

Auch in Deutschland sind mehrere Hundert Venezolaner zur Stimmabgabe aufgerufen. Wie die venezolanische Botschaft in Berlin mitteilt, sind in Berlin 142, beim Generalkonsulat in Frankfurt 480 und in Hamburg 158 Personen im Wahlregister registriert. Sie können jedoch nur über die Zusammensetzung des Parlatino mitbestimmen.

Venezuelas Präsident Hugo Chávez rief seine Landsleute zur massenhaften Stimmabgabe auf. "Heute steht das sozialistische Heimatland auf dem Spiel", sagte er dem staatlichen Fernsehsender VTV. Die Wahllokale bleiben planmäßig bis 18 Uhr Ortszeit Ortszeit (0:30 Uhr MESZ) geöffnet, eine Verlängerung ist möglich, wenn noch Wählerinnen und Wähler auf die Stimmabgabe warten. Der Nationale Wahlrat (CNE) hat angekündigt, erste Ergebnisse etwa zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale bekanntzugeben.

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