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Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat sich in der vergangenen Nacht in einer über alle Fernsehsender des südamerikanischen Landes ausgestrahlten Ansprache an die Bevölkerung gewandt und an den zehnten Jahrestag des Putschversuchs vom 11. April 2002 erinnert. Zuvor war er aus Havanna zurückgekehrt, wo er sich erneut einer Strahlentherapie gegen seine Krebserkrankung unterzogen hatte. In seiner Rede warnte der Staatschef die Opposition davor, noch einmal zu Aktionsformen wie damals zu greifen, denn auf einen solchen Fehler werde man angemessen reagieren. »Das Imperium und die Bourgeoisie erreichten 2002 lediglich die Herstellung der Einheit von Militär und Zivilbevölkerung, und das würde im Wiederholungsfall erneut passieren«, sagte er und erinnerte die Regierungsgegner daran: »Diese Revolution ist nicht unbewaffnet!«
Seine Anhänger rief Chávez zur Einheit auf: »Aufgepasst, vereintes Volk, sozialistische Partei, die Revolution unterstützende Parteien, Großer Patriotischer Pol - Bolívar forderte immer Einheit, Einheit, Einheit, und dies ist der Moment, die Einheit zu stärken, trotz unsererer internen Differenzen.« Das sei notwendig, um am 7. Oktober die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen und damit den Frieden und die Fortsetzung des Weges zum Sozialismus zu garantieren.
Der Putsch vom April 2002 sei Teil des Plans der Bourgeoisie und des nordamerikanischen Imperiums gewesen, die Macht in Venezuela zu übernehmen. Er würdigte den Mut des venezolanischen Volkes, das sich bereits lange vor dem 11. April am Präsidentenpalast Miraflores versammelt habe, um die Souveränität und die verfassungsmäßige Ordnung zu verteidigen. »Ich schliesse mich der Würdigung derjenigen an, die ihr Leben gegeben haben, um das Leben dieses Soldaten zu schützen«, sagte er mit Blick auf später bekanntgewordene Pläne der Putschisten, Chávez zu ermorden.
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