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Chávez dementiert Gerüchte über seine Gesundheit
Venezuela
Dienstag, den 24. April 2012 um 08:05 Uhr

Chávez in HavannaVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Montag (Ortszeit) Gerüchte über eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes dementiert. In Internetdiensten wie Twitter waren zuvor sogar Meldungen über den angeblichen Tod des Staatschefs verbreitet worden. Chávez nutzte daraufhin eine Pressekonferenz seiner Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV), um die versammelten Journalisten per Telefon davon in Kenntnis zu setzen, dass es ihm gut gehe. »Alle Gesundheitschecks, denen ich heute unterzogen worden bin, sind gut ausgegangen«, erklärte er und kündigte an, am Donnerstag in seine Heimat zurückzukehren.



»Wir werden uns daran gewöhnen müssen, in den kommenden Tagen zwischen solchen Gerüchten leben zu müssen, denn das ist ein Teil der Laboratorien der psychologischen Kriegführung«, sagte der Präsident. Er habe sich in der vergangenen Woche zwei harten Behandlungen im Rahmen der Strahlentherapie unterziehen und sich anschliessend ausruhen müssen. »Das sind harte Behandlungen, und denen muss man sich bewusst, mit Chávez mit seiner Familie in Havannastarken Willen, Glauben und viel Ruhe stellen«, erläuterte er. Er müsse weiter auf seine Ernährung und regelmäßiges Ausruhen achten, sei zugleich jedoch verpflichtet, auch seine Arbeit als Präsident zu leisten.

Auch nach seiner Rückkehr nach Venezuela werde er demnächst zur Fortsetzung der Behandlung wieder nach Havanna reisen müssen, kündigte Chávez an. Er fühle sich gesund und könne nicht nachvollziehen, warum ihn die Opposition dafür kritisiere, dass er Regierungsentscheidungen über Twitter bekanntmache. Das sei für ihn schliesslich ein Kanal, um sich äussern zu können.

Am späten Montag abend präsentierte Venezuelas Informationsminister Andrés Izarra ebenfalls über Twitter Fotos des Präsidenten im Kreise seiner Familie sowie in Begleitung von Aussenminister Nicolás Maduro. Auch damit reagierte die venezolanische Regierung auf die Gerüchte um die Gesundheit des Staatschefs, der sich am 7. Oktober zur Wiederwahl stellt. Alle Umfragen sehen ihn derzeit klar vor Herausforderer Henrique Capriles Radonski.

 

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