Freitag, 6. März 2015

Sevim DagdelenDie Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Sevim Dagdelen, erklärt zu dem GAU in dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima: »Ich bin tief bestürzt über die jüngsten Ereignisse in Japan. Meine Gedanken und besten Wünschen sind bei den Menschen in Japan, die nach dem Erbeben und dem Tsunami die Folgen einer atomaren Katastrophe bewältigen müssen.«



»Spätestens seit Tschernobyl wissen wir«, so die Politikerin weiter, »dass eine atomare Bedrohung sich nicht an die Grenzen von Staaten hält. Die Informationspolitik seitens der Betreiber und der japanischen Behörden ist mangelhaft und beunruhigend. Die Öffentlichkeit in Japan, aber auch weltweit hat einen Anspruch auf eine transparente und direkte Information.«

Dagdelen erinnert daran, dass japanische Reaktoren von Betreibern und Befürwortern der Atomkraft immer als die sichersten der Welt beschrieben wurden. »Auch der letzte Zeitgenosse muss nun einsehen: Atomkraft ist eine nicht beherrschbare Hochrisikotechnologie. Das unverantwortliche Gerede von der Atomenergie als "Brückentechnologie" muss beendet werden. Die Atomanlagen in Deutschland und weltweit müssen sofort abgeschaltet werden.«

Es sei nicht auszuschließen, dass die Atomwolke andere Staaten erreichen wird. Deutschland müsse sofort die Exportförderung für Atomkraftanlagen einstellen: »Wir brauchen einen unumkehrbaren Atomausstieg, jetzt. Das gilt auch für den Austritt aus dem EURATOM-Vertrag der Europäischen Union, mit dem jährlich Milliarden Euro zur Förderung der Atomkraft verschleudert werden.«

Auch in Bochum versammeln sich Menschen in Gedenken an die Opfer in Japan und für ihre Forderungen nach einem sofortigen Atomausstieg. »Ich werde auch heute an der Seite dieser Menschen sein und mit allen Teilen der Anti-Atombewegung weiter für einen sofortigen Atomausstieg kämpfen.«

 

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