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Wir dokumentieren nachstehend die offizielle Erklärung der nordkoreanischen Regierung zum Tod von Kim Jong Il in der vom staatlichen Internetportal Naenara verbreiteten Übersetzung.
Das Zentralkomitee und die Zentrale Militärkommission der Partei der Arbeit Koreas, das Verteidigungskomitee, das Präsidium der Obersten Volksversammlung und das Kabinett der DVR Korea geben in tiefster Trauer bekannt, dass der große Führer Genosse Kim Jong Il, Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, Vorsitzender des Verteidigungskomitees der DVRK und Oberster Befehlshaber der Koreanischen Volksarmee, am 17. Dezember Juche 100 (2011) um 8.30 Uhr auf dem Weg zur Vor-Ort-Anleitung an einer akuten Krankheit gestorben ist.
Unser großer Genosse Kim Jong Il, der sich sein ganzes Leben lang für die Fortsetzung und Vollendung des koreanischen revolutionären Werkes einsetzte und für das Erstarken und Aufblühen des sozialistischen Vaterlandes, für das Glück des Volkes, für die Vereinigung des Landes und die Verwirklichung der Souveränität in der Welt Tag und Nacht unermüdlich wirkte, ist ganz urplötzlich und zu unserem großen Bedauern von uns gegangen.
In einer historischen Zeit, in der bei der Verwirklichung der Sache zur Gestaltung des aufblühenden sozialistischen Staates eine Wendephase eingeleitet wird und unsere Revolution den sich auftürmenden Schwierigkeiten und Bewährungsproben trotzend siegreich voranschreitet, verschied Kim Jong Il, der große Führer unserer Partei und unseres Volkes, unerwartet. Das ist der größte Verlust für unsere Partei und Revolution und die größte Trauer für unser Volk und unsere alle Landsleute.
Kim Jong Il wurde im Paektu-Gebirge, dem heiligen Berg der Revolution, als Sohn der Partisanen geboren und wuchs als großer Revolutionär heran. Er führte lange Zeit unsere Partei und Armee sowie unser Volk klug und erwarb sich für immer unvergängliche revolutionäre Verdienste um das Vaterland und Volk, die Epoche und Geschichte.
Er war ein herausragender Denker und Theoretiker, ungewöhnlicher Nestor der Politik und unerreichter Songun-Heerführer, der die Charakterzüge und Qualitäten eines großen Mannes in höchster Vollkommenheit in sich vereinte und mit tiefsinnigen Ideen und Theorien und durch außergewöhnliche Führungstätigkeit die Revolution und den Aufbau zum steten Sieg führte; er war unvergleichlicher Patriot und gütiger Vater des Volkes, der den ganzen Weg des Revolutionskampfes mit glühender Liebe zu Vaterland und Volk sowie hehrer Selbstlosigkeit krönte.
Er sah die Mission seines ganzen Lebens darin, das vom Präsidenten Kim Il Sung eingeleitete koreanische revolutionäre Werk von Generation zu Generation fortzusetzen und zu vollenden, und brachte als vertrautester Genosse und getreuester Kampfgefährte Kim Il Sungs gemäß dessen Ideen und Absicht die Revolution und den Aufbau unbeirrt voran.
Mit weitsichtigem Scharfblick und durch unermüdliche ideologisch-theoretische Tätigkeiten vertiefte und entwickelte er die von Kim Il Sung begründete unvergängliche Juche-Ideologie und Songun-Idee allseitig weiter und ließ sie als Leitgedanken der souveränen Epoche erstrahlen; er verteidigte standhaft die revolutionären Traditionen von Paektu, setzte sie fort und entwickelte sie in aller Reinheit weiter, wodurch er die Schlagader der koreanischen Revolution ungebrochen machte.
Kim Jong Il, Genie der Revolution und des Aufbaus, stärkte und entwickelte unter dem Banner der Umgestaltung der ganzen Gesellschaft getreu der Juche-Ideologie unsere Partei und Armee und unseren Staat zu Partei, Armee und Staat des Präsidenten Kim Il Sung, brachte die Würde der Nation und die Macht des Landes auf höchsten Stand und leitete eine große Glanzzeit des Aufblühens und Gedeihens ein, die in unserer 5000-jährigen Geschichte noch nie da gewesen ist.
Kim Jong Il, höchste Verkörperung der revolutionären Moral und Pflichttreue, schuf bei der Verwirklichung der Sache zur Verewigung des Führers ein großes Vorbild, das die Politikgeschichte der Menschheit nicht kennt; damit ließ er Kim Il Sungs ehrwürdigen Namen, unsterbliches revolutionäres Leben und Verdienste mit der ewigen Geschichte von Juche-Korea für immer hervorleuchten.
Kim Jong Il ist großer Meister der Politik und vom Himmel geschenkter Heerführer, der inmitten des Zusammenbruchs des Systems des Weltsozialismus, der größten Landestrauer der Nation, der böswilligen Offensive der vereinten imperialistischen Kräfte zur Strangulierung unserer Republik und der verheerenden Naturkatastrophen durch seine Songun-Politik die Errungenschaften des Sozialismus, das kostbare Erbe des Präsidenten Kim Il Sung, in Ehren verteidigte; er verwandelte unser Vaterland in ein einmütig geschlossenes, politisch-ideologisch starkes unbesiegbares Land und ein atomwaffenbesitzendes und militärisch starkes Land, das kein Feind anzutasten wagt.
In Unterstützung der vom Präsidenten Kim Il Sung hinterlassenen Hinweise legte Kim Jong Il das grandiose Ziel für den Aufbau einer großen aufblühenden Macht fest und führte den generellen Vormarsch des gesamten Volkes für dessen Erreichung an der Spitze, wodurch im ganzen Land heftige Flammen des großen revolutionären Aufschwungs auflodern und in allen Bereichen des sozialistischen Aufbaus große Innovationen und Sprünge vollbracht werden.
Kim Jong Il, Vater der Nation und Retter für die Vereinigung des Vaterlandes, führte mit dem unverrückbaren Willen, die vom Präsidenten Kim Il Sung hinterlassenen Hinweise zur Vereinigung des Vaterlandes zu verwirklichen, die ganze Nation auf den Weg zur Souveränität und zum großen Zusammenschluss und leitete das Zeitalter der Vereinigung vom 15. Juni ein, in dem das hehre Ideal „Durch unsere Nation selbst“ verwirklicht wird.
Kim Jong Il ist großer Verteidiger des Sozialismus und der Gerechtigkeit, der unter dem hoch erhobenen Banner des Antiimperialismus und der Souveränität unermüdliche auswärtige Tätigkeiten für den Sieg des sozialistischen Werkes, den Frieden und die Stabilität in der Welt, die Freundschaft und Geschlossenheit zwischen den Völkern entfaltete und dadurch die internationale Stellung und Autorität unseres Landes außerordentlich erhöhte und unvergänglichen Beitrag zur Verwirklichung der souveränen Sache der Menschheit leistete.
Der große Lenker Genosse Kim Jong Il hat im ganzen Zeitraum der langjährigen Führungstätigkeit für die Revolution das Volk am höchsten wertgeschätzt und geliebt und immer mit ihm Freud und Leid geteilt. Er hat für die Gestaltung eines starken Staates und die Verbesserung des Lebens des Volkes rastlos Mühe und Seele gewidmet und den außergewöhnlich schweren Gewaltmarsch zur Vor-Ort-Anleitungen fortgesetzt und ist infolge der angehäuften geistigen und körperlichen Überanstrengungen im Zug in den Sielen gestorben.
Sein ganzes Leben war das glänzendste Leben eines großen Revolutionärs, der sich unter dem hoch erhobenen roten Banner der Revolution mit stählernem Willen und übermenschlicher Tatkraft den von niemandem beschrittenen dornenvollen Weg bahnte, und war das Leben eines ungewöhnlichen Patrioten, der sich einzig und allein für das Vaterland und Volk aufopferte.
Zu unserem großen Schmerz verstarb er, ohne den heiß ersehnten Sieg der großen Sache für die Gestaltung eines starken Staates, die Vereinigung des Vaterlandes und die Vollendung des revolutionären Werkes in Korea gesehen zu haben, er hat aber eine starke politisch-militärische Grundlage für das ununterbrochene Vorwärtsschreiten unserer Revolution über die Generationen hinweg zustande gebracht und eine feste Basis für das grenzenlose Gedeihen unseres Vaterlandes und unserer Nation für alle kommenden Generationen geschaffen.
Heute steht an der Spitze unserer Revolution Genosse Kim Jong Un, der große Fortsetzer der koreanischen revolutionären Sache und der hervorragende Führer unserer Partei, unserer Armee und unseres Volkes.
Seine Führung ist das entscheidende Unterpfand dafür, die von dem großen Führer Genossen Kim Il Sung eingeleiteten und von dem großen Lenker Genossen Kim Jong Il zum Sieg geführte revolutionäre Sache Koreas von Generation zu Generation glänzend fortzusetzen und zu vollenden.
Uns stehen die unbesiegbar mächtige revolutionäre Armee von Paektusan, die an der Spitze das Werk der Partei verwirklicht, die um die Partei gescharte große Geschlossenheit der Armee und des Volkes, die höchst überlegene sozialistische Gesellschaftsordnung unserer Prägung, in deren Mittelpunkt die Volksmassen stehen, und die feste Basis der selbstständigen Nationalwirtschaft zur Verfügung.
Wir müssen unter der Führung des Genossen Kim Jong Un die Trauer in Kraft und Mut wechseln und so die gegenwärtige schwierige Lage überwinden wie auch für einen neuen großen Sieg unserer Revolution unnachgiebiger kämpfen.
Unsere Armee und unser Volk werden mit der unveränderlichen absoluten Überzeugung und der erhabenen Moralpflicht den großen Lenker Genossen Kim Jong Il auf ewig hoch verehren, durch die Befolgung der von ihm hinterlassenen Hinweise auf dem Weg der Juche-Revolution und der Songun-Revolution keinen einzigen Fußbreit zurückweichen oder abweichen. Sie werden die unvergänglichen revolutionären Verdienste des Heerführers standhaft verteidigen und ihnen zur ewigen Ausstrahlung verhelfen.
Alle Parteimitglieder und Offiziere und Soldaten der Volksarmee und das ganze Volk müssen durch treue Unterstützung der Führung des sehr geehrten Genossen Kim Jong Un die einmütige Geschlossenheit der Partei, der Armee und des Volkes standhaft verfechten und immer felsenfester machen.
Wir müssen unter dem höher erhobenen Songun-Banner die militärische Macht des Landes in aller Hinsicht festigen und so unsere sozialistische Gesellschaftsordnung und die revolutionären Errungenschaften zuverlässig verteidigen, die Flamme der industriellen Revolution im neuen Jahrhundert, die Flamme von Hamnam, überall im ganzen Land heftig auflodern lassen und somit eine entscheidende Wende beim Aufbau einer Wirtschaftsmacht und der Hebung des Lebensstandards des Volkes herbeiführen.
Wir werden die drei Chartas für die Vereinigung des Vaterlandes und die gemeinsame Nord-Süd-Erklärung konsequent ausführen und so mit vereinter Kraft der ganzen Nation die selbstständige Vereinigung des Vaterlandes um jeden Preis verwirklichen.
Unsere Partei und unser Volk werden aktiv ringen, um aufgrund des Ideals der Souveränität, des Friedens und der Freundschaft die Freundschaft und Geschlossenheit mit den Völkern verschiedener Länder der Welt zu festigen und eine neue souveräne und friedliche Welt aufzubauen, in der es weder Herrschaft und Unterjochung noch Aggression und Krieg gibt.
Der Weg unserer Revolution ist dornenreich und die entstandene Lage ernst, aber es gibt in der Welt keine Kraft, die den revolutionären Vormarsch unserer Partei, unserer Armee und unseres Volkes, welche unter der klugen Anleitung durch den großen Genossen Kim Jong Un voranschreiten, versperren kann.
Obwohl das Herz des großen Lenkers Genossen Kim Jong Il zu schlagen aufgehört hat, werden der ehrwürdige Name des geliebten Heerführers und dessen liebevolles Gesichtsbild für immer in den Herzen unserer Armeeangehörigen und unseres Volkes aufbewahrt bleiben und die Chronik seiner heiligen revolutionären Tätigkeit und seine unvergänglichen revolutionären Verdienste in der Geschichte des Vaterlandes auf ewig erstrahlen.
Zentralkomitee der Partei der Arbeit Koreas Zentrale Militärkommission der Partei der Arbeit Koreas Verteidigungskomitee der Demokratischen Volksrepublik Korea Präsidium der Obersten Volksversammlung der Demokratischen Volksrepublik Korea Kabinett der Demokratischen Volksrepublik Korea
17. Dezember Juche 100 (2011)
Quelle: Naenara / RedGlobe
Der offizielle Nachruf auf Kim Jong Il, verlesen in deutscher Sprache vom staatlichen Rundfunk Stimme Koreas: Hier klicken. Zum Anhören wird ein spezieller Player benötigt: Hier herunterladen |
Kommentare
Dümmer geht’s immer.
Hoffentlich berappelt er sich bald wieder und kann uns dann endlich noch mehr Geschichten von der Demokratie und den Menschenrechten erzählen.
Ich freue mich schon drauf.....
Daran sind die Kommunisten aber selber schuld. Solange die Kommunisten (DKP etc.) die KP Nordkorea als ihre marxistische Bruderpartei betrachten und alle Kritik zurückweisen, muß doch jeder klar denkende Mensch den Eindruck bekommen, dass die Kommunisten das nordkoreanische System auf Deutschland, Europa und die ganze Welt übertragen wollen. Warum distanzieren sich nicht alle sozialistischen und kommunistischen Parteien von solchen finsteren Diktaturen wie in Nordkorea? Warum sagen die Kommunisten nicht klar und deutlich, was es ist: eine finstere Diktatur, die nix mit Kommunismus zu tun habe? Das ist mir unbegreiflich.
Stattdessen würdigte die UZ (Unsere Zeit – Zeitung der DKP) am 5.7.2002 völlig kritiklos den „sozialistische n “ Kurs in Nordkorea:
www.dkp-online.de/uz/3427/s1101.htm
Und im November 2008 nahmen auch Vertreter der PdAK am 10. Internationalen Treffen der Kommunistischen und Arbeiterparteie n im brasilianischen São Paulo teil.
(wikipedia: Partei der Arbeit Koreas)
Und die Kommunistische Partei Böhmens und Mährens (KSCM) schickt im Namen ihres Chefs Vojtech Filip eine Kondolenz nach Nordkorea, und in diesem Beileidsschreib en ist über Kims "aufopfernde Arbeit fürs Wohl des koreanischen Volkes“ und über "heldenhaften Kampf" der nordkoreanische n kommunistischen Partei "für die Verteidigung des Sozialismus" die Rede.
Und auch hier gibt es kommunistische Kommentatoren (Sepp Aigner und retmarut), für die die nordkoreanische Diktatur eine Art des Kommunismus und gar nicht so schlecht ist.
Das schreckt nicht nur mich ab!
Das sehen aber Ihre kommunistischen Freunde von der Korean Friendship Association Germany (KFA) ganz anders, denn Nordkorea ist das Musterland des Kommunismus, in dem alle Menschen reich und glücklich sind:
www.redglobe.de/asien/nordkorea/2716
Für mich ist diese religiöse, widerwertige und erbärmlich Glorifiezierung der Kims und ihrer Freunde nicht auszuhalten.
Was wir hier zu sehen und zu hören bekommen,widers pricht in allen seinen Formen dem Marxismus/Leninismus.
Natürlich werden sich jetzt, die Antikommunisten und reaktionären Demagogen zu Wort melden und sich der schönen Worte und Bilder aus Nordkorea bedienen.
(www.nordkorea-info.de/landesinfo/ubersicht und wikipedia)
Kim Il Sung ist zwar am 8. Juli 1994 gestorben, aber immer noch Präsident.
Nordkorea ist also das einzige Land der Welt, das eine Leiche als amtierenden Präsidenten hat. Wie mögen da wohl die täglichen Amtsgeschäfte des Präsidenten aussehen?
Und wie ist das Protokoll bei einem Staatsbesuch? Müßte da unser Staatspräsident der Leiche die Hand schütteln? Würde der Leichnam für den obligatorischen Pressetermin vertikal aufgestellt? Oder müßte sich Wulf neben ihn legen für die Pressefotos? Das würde bestimmt lustig aussehen. Jetzt verstehe ich auch, warum kein Staatsoberhaupt Nordkorea besuchen will.
Wie nennt man denn überhaupt diese Staatsform mit einer Leiche als Präsidenten? Nekrophilie? Ist Nordkorea ein nekrophiler Staat? Weiß das hier jemand?
(…)
Die Tränen ihrer Landsleute seien wohl eher Tränen des Schocks: "Diese Unsicherheit und Ratlosigkeit, wie es für das Land und einen selbst weitergeht, die kann einen sicherlich zum Weinen bringen", sagt Moon nachdenklich. "Als Kim Il Sung 1994 gestorben ist, haben die Menschen wirklich getrauert. Unter Kim Il Sung ist niemand verhungert", sagt Ji. Moons Glaube an das Regime war damals schon verschwunden. "Wenn die Kims solche Götter sind, wie können sie dann einfach so sterben?"
(…)
So unterschiedlich der Weg zur Flucht, so ähnlich ist ihr Wunsch für die Zukunft: "Ich hoffe, ich kann eines Tages zurückkehren nach Nordkorea. Nicht unbedingt nach Hoeryeong, aber in ein freies, wirklich demokratisches Nordkorea", sagt Ji. Beide hoffen darauf, dass irgendwann vielleicht einmal ihr Altersgenosse Kim Jong Un das Land verlassen muss und sie ihre in Südkorea gewonnenen Kenntnisse für den Aufbau dieses besseren Nordkoreas anwenden können.“
Hier sind einige Auszüge:
taz, 28.12.2011, S. 5, Reportage
www.taz.de/Flucht-aus-Nordkorea/!84501
„Flucht aus Nordkorea – Von der Welt vergessen
Moon Kyeong Geun war privilegiert, Ji Seong Ho wäre beinahe verhungert. Beide flohen unter Lebensgefahr aus Nordkorea, um zu leben.
von J. Janowski & M. Kollenberg
(…)
Ji Seong Ho (…) sein Leidensweg beginnt (…) am 7. März 1996, während der großen Hungerkatastrop he in Nordkorea, die bis zur Jahrtausendwend e etwa zwei Millionen Menschen das Leben kostete. Die öffentliche Ordnung ist da längst zusammengebroch en. Weil er Hunger hat, versucht Ji von einem Zugwaggon Kohle zu stehlen, um sie gegen Nahrungsmittel zu tauschen. Dabei fällt er vor Hunger in Ohnmacht, gerät unter einen rollenden Zug. Die linke Hand und der linke Fuß werden abgetrennt.
(…)
"In China hatten die Menschen Haustiere, die besser gegessen haben als die meisten Nordkoreaner", erinnert er sich. Vier Wochen bleiben die beiden. Wieder in Nordkorea wird Ji Seong Ho verhaftet und eine Woche lang gefoltert. Republikflucht – und sei es nur für einen Tag – ist Verrat am Vaterland.
(…)
"Ende November 2006 habe ich in Nordkorea angerufen, um meinem Vater zu sagen, dass auch er bald in den Süden kommen wird", sagt Seong Ho leise. Doch die Nachbarn berichten, sein Vater sei vor einer Woche an den Folgen der Folter nach missglückter Republikflucht verstorben.
(…)
In einer anderen Meldung ist von Schneetreiben und „blauen Blitzen" die Rede, die ebenfalls als Zeichen der Trauer interpretiert wurden.
Damit aber nicht genug: Noch am selben Tag soll in der Stadt Hamhung ein Kranich gesehen worden sein, der dreimal um eine Statue von Kim Jong-ils Vater, Kim Il-sung, gekreist sei. Danach habe er eine „eindeutige Trauerhaltung" eingenommen. „Sogar der Kranich schien den Abschied von Kim Jong-il zu betrauern", hieß es in der Meldung der KCNA. „Auch er kann ihn nicht vergessen."
(zit. nach: diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/719079/Blaue-Blitze_Nordkore a-laesst-Natur-trauern?from=suche.intern.portal)
"Naturwunder am Todestag von Kim Jong Il"
(www.nordkorea-info.de/allgemein/naturwunder-am-todestag-von-kim-jong-il)
"Zurzeit vergießen auch die Berge und Flüsse in Korea vor Trauer Tränen."
(www.nordkorea-info.de/allgemein/trauer-berge-20111221)
Oh, wie konnte ich nur so blind sein. Ich sehe es jetzt ein und nehme alles zurück. Kim Jong Il war und ist GOTT. Und das weise nordkoreanische Volk hat dieses bislang als einzigstes erkannt. Und nun lasst uns alle Kim Jong Il anbeten und um unseren großen und geliebten Führer trauern und weinen, so wie man nur um einen Gott trauern und weinen kann.
Amen
Der Parteizeitung Rodong Sinmun zufolge trauerten auch die Eulen um Kim Jong Il. Demnach flogen nach dem Tod Kim Jong Ils am 19. Dezember Eulen durch ein geöffnetes Fenster in einen eigens eingerichteten Gedenkraum in einem Bergwerk. Die dort trauernden Arbeiter seien gerührt gewesen, hieß es in dem Bericht.
Selbst die Naturgewalten scheinen aus nordkoreanische r Sicht in die Trauer um den Machthaber mit einzustimmen. An Kims angeblichem Geburtsort in der Nähe des Berges Paekdu sei plötzlich das Eis "mit einem Donnern" gebrochen und an der Jong Il-Spitze des Berges sei ein Leuchten zu sehen gewesen, hatten die Staatsmedien vergangene Woche berichtet. (dapd/afp)
(zit. nach: www.taz.de/was-fehlt-/!84431;
s.a. wissen.dradio.de/nachrichten.59.html?drn:news_id=60489&drn:date=1324983600;
www.dradio.de/kulturnachrichten/2011122716/5)