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„96-Fans gegen Rassismus“ warnern vor Nazi-Propaganda beim Public Viewing in Hannover |
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Antifa
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Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 15:59 Uhr |
Beim Länderspiel Deutschland - Polen im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft kam es am vergangenen Sonntag auf dem Gelände der Gilde-Park-Bühne in Hannover zu einer Aktion der so genannten „Nationalen Sozialisten Niedersachsen". Diese Nazi-Gruppe verteilte flächendeckend Flugblätter mit der ersten Strophe des „Deutschlandliedes“ und der Aufforderung, diese anstelle der dritten Strophe zu singen. Außerdem forderten sie dazu auf, die Fahne der Bundesrepublik Deutschland auch nach der Europameisterschaft weiter an „jeder Häuserecke wehen zu lassen“. „Dies ist ein Versuch an den so genannten 'Party- Patriotismus' anzuknüpfen und ihn in ihrem Sinne zu radikalisieren", kritisiert der Arbeitskreis „96-Fans gegen Rassismus", ein seit Oktober 2004 bestehender Zusammenschluß verschiedener Fangruppen des Fußball-Bundesligisten Hannover 96.
Die Gruppe weist auch auf die neofaschistischen Ausschreitungen im österreichischen Klagenfurt, dem Austragungsort der Begegnung, hin: „Mit rechtsradikalen Äßerungen machten hier Deutsche auf sich aufmerksam und stießen auch hier auf eine überwiegende Zustimmung. So wie bereits nach der Fußball WM 2006 der Männer und dem Scheitern der deutschen Nationalmannschaft wurde klar wie schnell sich die fröhliche Stimmung der PatriotInnen aller Schichten wenden kann." Marian Kostner vom Arbeitskreis dazu: „Wir werden es nicht akzeptieren, dass sich Nazis versuchen beim Fußball breit zu machen. Vor allem, weil wir am kommenden Samstag unser viertes Antirassistisches Fußballturnier unweit der Gilde Park Bühne, auf der Mehrkampfanlage durchführen. Ob bei Spielen von 96 oder anderen Fußballspielen: Kein Fußball den Faschisten – und auch nicht ihren SympathisantInnen in Schwarz-Rot-Gold!“ |