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Verschweigt Berliner Polizei Naziübergriffe und -aktivitäten rund um den 20. April? |
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Antifa
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Dienstag, den 24. April 2012 um 16:15 Uhr |
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Über Farbflecke an der Hauswand des Arbeitsamtes in der Weddinger Müllerstraße oder über mit Farbe gefüllte »Tetra-Packs«, die an der Glasfassade eines am Potsdamer Platz befindlichen Bürogebäudes gelandet sein sollen, kann man am 19. bzw. 20. April bei den Pressemitteilungen der Berliner Polizei nachlesen. »Über mutmaßliche Naziübergriffe und -aktivitäten rund um den Geburtstag von Adolf Hitler findet man dagegen nichts. Ob diese Vorfälle dann in Statistiken „rechts motivierter Gewalt“ auftauchen werden und welchen Motivationen hinter dem Verschweigen stecken, ist derzeit unklar«, kritisiert die Berliner VVN-BdA.
Die Vereinigung der Verfolgten das Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten weiter: »In der Nacht vom 19.04. auf den 20.04.2012 wurde das Hochschulcafé Frei_Raum der Alice-Salomon-Hochschule von Nazis angegriffen. Sie versuchten, die Fenster einzuwerfen und hinterließen Aufkleber mit rechten Inhalten auf den Scheiben, vermeldete der AStA der Alice-Salomon-Hochschule. Weiterhin sollen in den frühen Morgenstunden drei mutmaßliche Randalierer in der Kochhannstrasse in Friedrichshain von der Polizei festgesetzt worden sein, die durch Äußerungen und Kleidung der rechten Szene zugeordnet werden könnten. In unmittelbarer Nähe sollen bei Wohnhäusern Scheiben beschädigt worden sein. Auch sollen AnwohnerInnen rechte Parolen gehört haben.«
Eine auf Facebook beworbene für den Abend geplante »Feierlichkeit« der Berliner Neonaziszene am Hitler-Geburtstag habe im Nazizentrum in der Lichtenberger Lückstraße 58 stattgefunden, so die VVN-BdA weiter. Die Berliner Polizei habe den Zugang zu der Feier über einen Nebeneingang abgesichert und von protestierenden AntifaschistInnen abgeschirmt.
»Immer wieder kommt es rund um den Geburtstag von Adolf Hitler zu Übergriffen auf alternative und linke Räume oder Personen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen und zu Propagandaveranstaltungen, die die Opfer des deutschen Faschismus nachträglich verhöhnen. Dabei zeigen sich all zu oft auch die personellen Verbindungen zwischen Berliner NPD und dem gewaltbereiten Kameradschaftsspektrum wie dem Netzwerk „NW-Berlin“. Dass die Berliner Polizei nicht selten Schützenhilfe durch logistische, infrastrukturelle und/oder planungstechnische Unterstützung leistet, finden wir unerträglich. Dazu gehört auch das Verschweigen von Naziübergriffen und -aktivitäten,« so die Vereinigung.
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