RedGlobe RSS-Feed

Translate RedGlobe

BesucherInnen:

Heute:490
Gestern:4440
Seit 1. Juni 2005:8278347
Feministische Partei: Der nächste Amoklauf kommt bestimmt! | Drucken |  E-Mail
Baden-Württemberg
Dienstag, den 17. März 2009 um 21:10 Uhr
Nach den Amokläufen in Erfurt und Emsdetten und nun in Winnenden fragen Politikerinnen und Politiker wieder einmal fassungslos und entsetzt nach dem Warum. Für die Feministische Partei »Die Frauen« kommen diese Gewalttaten hingegen nicht überraschend. In einer Presseerklärung schreibt die Organisation: »Wen es immer noch wundert, dass junge Männer auf ihre Probleme mit Gewaltexzessen reagieren, erkennt nicht, dass in unserem patriarchal-hierarchischen Gesellschaftssystem Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung normal ist. Unterdrückung und unterschiedliche Formen der Gewalt bis hin zum Krieg werden legitimiert, Gewaltbereitschaft und Gewalttäter werden systematisch erzeugt. Amokläufer sind fast immer männlich, ihre Opfer auffallend häufig Frauen und Mädchen.«
 
Die Bundessprecherinnenrunde der Feministischen Partei fordert deshalb: »Anstatt in populistischer Hilflosigkeit weitere Kontrollen und Repressionen gegenüber Jungedlichen und Erziehungsberechtigten zu fordern, muss unsere Gesellschaft mit gutem Beispiel vorangehen: Sie muss Gewalt und Krieg als Mittel zur Konfliktlösung ächten. Statt Unsummen von Steuergeldern in die Rüstungsindustrie zu investieren, müssen verstärkt Ausgaben in Bildung und die Entwicklung von gewaltfreier Pädagogik getätigt werden. Die Erziehung in den Kindergärten und die Lehrpläne in den Schulen müssen antihierarchische Erziehung und friedliche Konfliktbewältigung, das Wertschätzen von Leben und die Achtung vor der Natur beinhalten«.

»Die Gesellschaft«, fordert die Bundessprecherinnenrunde weiter, »muss außerdem so organisiert werden, dass niemand mehr Angst haben muss, dass das soziale System sie oder ihn nicht mehr trägt. Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich, wie sie seit vielen Jahren durch unsere Regierungs-PatriarchInnen durchgeführt werden, müssen rückgängig gemacht werden. Das Thema `Überwindung unserer lebensfeindlichen patriarchalen Gesellschaftsordnung` muss auf die politische Tagesordnung kommen.«

Die Partei fordert die Politikerinnen und Politiker deshalb auf, das Verschleudern von Steuergeldern für die Organisation von Gewalt und Krieg, wie Rüstungsindustrie, Bundeswehr und Auslandseinsätze zu beenden und  sich für eine Gesellschaftsform einzusetzen, in der Frieden und gewaltlose Konfliktbewältigung im Mittelpunkt stehen. Diese Gesellschaftsform sei für die Zukunft aller erstrebenswert und lebensnotwendig.
 
Schleswig-Holstein Sachsen-Anhalt Sachsen NRW Mecklenburg-Vorpommern Hessen Hamburg Bremen Berlin Bayern Baden-Württemberg Niedersachsen Brandenburg

Andere Seiten

junge Welt

kommunisten.de

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

Assoziation Marxistischer Studierender