RedGlobe RSS-Feed

Translate RedGlobe

BesucherInnen:

Heute:5103
Gestern:8426
Seit 1. Juni 2005:16253771

junge Welt

redblog

UZ - Unsere Zeit

Zeitung vum Letzeburger Vollek

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

BBU für weiteren Widerstand gegen Stuttgart 21 | Drucken |  E-Mail
Baden-Württemberg
Mittwoch, den 30. November 2011 um 16:37 Uhr

Bundesverband Bürgerinitiativen UmweltschutzDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) unterstützt den weiteren Widerstand gegen das Projekt Stuttgart 21, wie er von den sogenannten Parkschützern angekündigt wurde. Am Sonntag, 4. Dezember, findet dazu ein großer Ratschlag im Stuttgarter Rathaus statt. Motto: Wie geht's weiter nach der Volksabstimmung? Beginn ist um 10.00 Uhr.

Der BBU betrachtet die Volksabstimmung vom Sonntag als eine Demokratie-Farce: »Gesiegt haben nämlich die Autofahrer im Ländle, von denen die wenigsten einen Zug benutzen, geschweige denn von z.B. Biberach nach Stuttgart- Hauptbahnhof fahren werden.« Jürgen Rochlitz vom geschäftsführenden Vorstand des BBU vermutet: »Die meisten der Befürworter von S 21 haben wahrscheinlich noch nie einen ICE von innen gesehen. Die Volksabstimmung hätte bei Bahnfahrern vorgenommen werden müssen.«

Angesichts der Volksabstimmung über das Großprojekt Stuttgart 21 (S 21) am Sonntag fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz bei Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren für alle größeren Projekte eine frühzeitige, sowie vor allem eine insgesamt bessere Beteiligung der betroffenen Bürger. Erforderlich sind bessere und transparente Informationen, bürgernahe Auslegungen der Pläne, verlängerte öffentliche Auslegungs- und Einspruchszeiten – nicht in den Ferien – und freie Unterschriftensammlungen. Die Volksabstimmung in Baden-Württemberg heile nämlich nicht die Demokratiedefizite, die im Lauf der Planungen von S 21 aufgetreten sind. Nachdem dabei ein Bürgerentscheid in Stuttgart seinerzeit durch den Gemeinderat abgelehnt wurde, ist eine landesweite Abstimmung mit ca. 80 Prozent Wählern, die kaum Zug fahren bzw. mit ca. 80 Prozent Wählern, denen ein Bahnhof in Stuttgart völlig egal ist, keineswegs ein demokratisches Votum zu dem Projekt.

Der BBU fordert deswegen landes- und bundesgesetzliche Regelungen, die zu mehr Transparenz, Kommunikation und Bürgernähe führen, wie z.B.:

  1. Erleichterung bzw. Ermöglichung von Volksabstimmungen über Bauprojekte direkt ohne Umwege – wie jetzt in Baden-Württemberg – über ein Gesetz und zwar für Massentierhaltungen bis Autobahnabschnitte usw.,
  2. Senkung der bisher errichteten Quorumshindernisse,
  3. Verlängerung der Fristen für Unterschriften,
  4. Sammlung von Unterschriften ohne Zwischenschaltung von Ämtern,
  5. Vorgezogene zusätzliche Öffentlichkeitsbeteiligung mit Ermöglichung von Stellungnahmen,
  6. Kein Rechtsanspruch auf Genehmigung, stattdessen Gewichtung der Bürgereinsprüche.

Mit diesen Maßnahmen werde die demokratische Teilhabe der Bürger gestärkt und es werden Eingriffsmöglichkeiten geschaffen. Dies ist notwendig, um die Macht der Konzerne zu begrenzen, die mit ihren Großprojekten an der Großschuldenkrise der Staaten beteiligt sind.

Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg
 

Kommentare 

 
+1 #5 2011-12-03 18:05
Ist es nicht so, dass die DB an die Börse will? Und das ist einer der Punkte warum sie derart an S21 festhält.
Zitieren
 
 
+3 #4 2011-12-03 16:20
Volle Zustimmung meinerseits. Wer die Bahn im Regionalverkehr benutzt (nicht nur ICE) und sich ein bißchen informiert, kann nicht für Stuttgart 21 sein. Die Bahn sollte ihr Netz und ihren Fuhrpark in Ordnung halten. Statt dessen führt sie Projekte aus, die ihrer Bilanz dienlich sind, immerhin hat sie von BW einen äußerst lukrativen Verkehrsvertrag bekommen und muß nun kein Geld in die Sanierung des Kopfbahnhofs stecken, sondern bedient sich am Topf für Neubauprojekte. Stations- und Trassengebühren und somit die Fahrkarten können ohne Probleme ebenfalls teurer werden. Irgendwann wenn ein Teil der Tunnel angebrochen ist, wird die Bahn feststellen, daß man leider eine immense Kostensteigerun g verzeichnet und die Landesregierung und die Stadt werden nachschießen müssen, man will ja keine Bauruine und halb vollendete Tunnel. So kann man ein ganzes Bundesland in Geiselhaft nehmen. Bezahlen oder unnütze halbfertige Tunnel, ihr habt die Wahl.
Zitieren
 
 
+3 #3 2011-12-01 21:54
Oben bleiben!
Zitieren
 
 
+4 #2 2011-12-01 11:29
Soll der BMU doch nach Stuggi kommen. Er wird genauso gebrochen werden, wie der BUND und der VCD bzw. die GRÜNEN. S21 ist ein Minenfeld indem man als Gegner ( anders als bei der Anti-Atombewegung) nur verlieren kann.
S21 wird gebaut, jeder der sich in den Weg stellt, wird gegen Gebühr wegegezragen. Das ist die Wahrheit!
Zitieren
 
 
-4 #1 2011-11-30 21:01
Der BBU betrachtet die Volksabstimmung vom Sonntag als eine Demokratie-Farce: »Gesiegt haben nämlich die Autofahrer im Ländle, von denen die wenigsten einen Zug benutzen, geschweige denn von z.B. Biberach nach Stuttgart- Hauptbahnhof fahren werden.« Jürgen Rochlitz vom geschäftsführen den Vorstand des BBU vermutet: »Die meisten der Befürworter von S 21 haben wahrscheinlich noch nie einen ICE von innen gesehen. Die Volksabstimmung hätte bei Bahnfahrern vorgenommen werden müssen.«

xD Wie kann man eigentlich so einen Schwachsinn für voll nehmen? :D... Demokratie? die kennt ihr aus dem Fernsehen... bestenfalls -.-'
Zitieren