Dienstag, 28. Juni 2016
Solidaritätsanzeige

Antikommunismus hat so einen Bart... Grafik: SDAJWährend die USA und Kuba ihre Beziehungen normalisieren, haben in München einige rechte Gesellen noch immer Schaum vor dem Mund, wenn die Rede auf die sozialistische Insel kommt. Für den heutigen Freitag abend lädt die Kuba-Solidaritätsgemeinschaft Granma, eine seit Jahren aktive Initiative von Gewerkschaftern, zur »Fiesta Moncada« in das Münchener Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstr. 64 ein. Anlass ist der 62. Jahrestag des von Fidel Castro geführten Angriffs auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba, der heute als Beginn der Kubanischen Revolution und des Sturzes der Batista-Diktatur gilt.

Für zwei Ewiggestrige in der bayerischen Landeshauptstadt stellt sich die Geschichte jedoch anders dar: »Solche Veranstaltungen die den Kommunismus und seine Verbrechen feiern dürfen nicht in einem steuerfinanzierten Gewerkschaftshaus stattfinden! Allein Fidel Castro hat mit seiner Revolution 60.000 Menschen ermordet. Das sind zwanzig mal so viele wie General Pinochet in Chile und um ein vielfaches mehr als der Kubanische Ex-Staatschef Batista umgebracht hat.« (Fehler im Original)

Sogar in dem Kommentaren zu dem Facebook-Event, das diese Leute erstellt haben, werden sie bereits darauf hingewiesen, dass ihre Behauptung, das Gewerkschaftshaus sei »steuerfinanziert«, Unsinn ist. Von den anderen Behauptungen im Text ganz zu schweigen... Konkret richtet sich die Gegenkundgebung, zu der ein Patrick Samborski und ein Tim Homuth unter dem Motto »Freiheit statt Sozialismus« aufgerufen haben, gegen »SDAJ und ihre Sozialismuspropaganda«. Wes Geistes Kind diese beiden Herren sind, lässt sich auf ihren öffentlich einsehbaren Facebook-Profilen problemlos erkunden. Schon am 9. Juli hatten sie vor dem EineWeltHaus in München gegen eine SDAJ-Veranstaltung demonstriert und dabei ihre Mobilisierungsfähigkeit zur Schau gestellt: sie blieben zu zweit unter sich.

Die SDAJ München reagiert eher amüsiert auf die erneute Provokation des rechten Duos und schreibt auf ihrer Facebook-Seite: »Während der Kapitalismus weltweit in der Fiesta Moncada in MünchenKrise steckt und die Kapitalisten mit immer mehr Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung die Krisenlasten auf die Bevölkerungen abwälzen wollen, zeigt Cuba, dass es ein System ohne Ausbeutung und Unterdrückung gibt, in denen unsere Interessen im Vordergrund stehen. Vor wenigen Wochen erreichte Cuba z.B. als erstes Land, dass HIV nicht mehr von Müttern auf Kinder übertragen werden kann. Im Vergleich zu anderen Dritte-Welt-Ländern hat Cuba das beste (kostenlose) Gesundheitssystem und nahezu keine Arbeitslosigkeit. Auf der Veranstaltung im Gewerkschaftshaus wollen wir daher auch über ein Projekt informieren, bei dem Jugendliche aus der BRD, die auf Cuba studieren, über den Alltag auf Cuba schreiben und der Informationsblockade und den antikommunistischen Schauergeschichten ein realistisches Bild entgegenzusetzen. Wenn Antikommunisten dies nicht akzeptieren wollen, sondern gegen das Gewerkschaftshaus und diese Veranstaltung hetzen möchten, dürfen wir das nicht zulassen. Wir rufen zu einem breiten Protest gegen diese Antikommunisten auf.«

Die Kundgebung der SDAJ gegen die Provokation der beiden Herren beginnt um 18 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstr. 64. Die Fiesta Moncada beginnt um 19 Uhr und kostet fünf Euro Eintritt.

Quellen: Facebook-Event »Freiheit statt Sozialismus« / SDAJ München bei Facebook / RedGlobe

Kommentare   

# RE: Gegen Kuba und die SDAJ: Rechte Freakshow in MünchenWilli 2015-07-26 09:14
Alltag in den USA. Wie nennt man das doch gleich nochmal?

Was die UNS unter Menschenrechten verstehen.!!
https://www.facebook.com/cduhofficiel/videos/10151944131861384/
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# KubaWilli 2015-07-25 08:58
Patrick Samborski und Tim Homuth

Solche Lügen schreibt noch nicht mal Amnesty International, Das Fidel Castro 60.000 Menschen ermordeten Lassen hat.
Die Waren Schlächter waren das Batista Regime in Kuba und wie General Pinochet in Chile.!!
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