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70.000 ehrten Karl und Rosa | Drucken |  E-Mail
Berlin
Sonntag, den 13. Januar 2008 um 19:43 Uhr
Rund 70.000 Menschen nahmen nach Angaben der Veranstalter auch in diesem Jahr an der traditionellen Ehrung für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde teil. Am großen Demonstrationszug kommunistischer und anderer linker Organisationen, der vom U-Bahnhof Frankfurter Tor zur Gedenkstätte zog, beteiligten sich erneut an die 10.000 Menschen (Polizeiangabe: 3500). Die beiden MitbegründerInnen der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) waren am 15. Januar 1919 auf Befehl des sozialdemokratischen Reichswehrministers Noske von Freikorps-Soldaten ermordet worden.

Nachdem eine von der NPD angemeldete Zusammenrottung zu Ehren der Mörder der beiden Kommunisten verboten worden war, kam es am Rande der Demonstration und des Gedenkens auch nicht zu den befürchteten Provokationen. Die Polizei zeigte wie angekündigt massive Präsenz in Lichtenberg. Im Gegensatz zu früheren Jahren hielt sich die Staatsmacht auch mit Provokationen gegen die Demonstration zurück, zu einer Verzögerung kam es lediglich, als die Polizei einzelne Transparente im Demonstrationszug beanstandete.

Zu heftigen Diskussionen kam es auch in diesem Jahr an einem vor gut einem Jahr errichteten Gedenkstein für die "Opfer des Stalinismus". Während einzelne Politiker der Partei Die Linke dazu aufgerufen hatten, auch hier Nelken niederzulegen, werten andere Demonstrationsteilnehmer den Stein nach wie vor als Provokation.
 

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