| Auch in Berlin: Nein zur Gewalt, Nein zu Uribe | | Drucken | |
| Berlin |
| Donnerstag, den 06. März 2008 um 20:54 Uhr |
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Video: Berlin gegen den Paramilitarismus in Kolumbien Im Rahmen des weltweiten Aktionstag gegen den paramilitärischen Terror in Kolumbien kamen auch in Deutschland mehrere Hundert Menschen zu Kundgebungen und Mahnwachen zusammen. So demonstrierten in Berlin etwa 150 Menschen am Brandenburger Tor mit Fotos von Opfern des schmutzigen Krieges in dem südamerikanischen Land. Neben Menschen aus Kolumbien und Deutschland beteiligten sich auch Venezolaner und Chilenen sowie Menschen aus anderen Ländern an der Aktion, zu der die Deutschland-Organisation des Alternativen Demokratischen Pols (PDA) aufgerufen hatte. Auf Reden wurde zwar verzichtet, aber mit Transparenten, Liedern, Sprechchören und Flugblättern machten die Demonstranten trotzdem auf ihr Anliegen aufmerksam. So heiß es in einem Flugblatt des Menschenrechtsvereins Kolko e.V., das während der Mahnwache verteilt wurde: "In Kolumbien wurden ungefähr vier Millionen Menschen gewaltsam vertrieben, in der Mehrheit durch paramilitärische Gruppen. Diese Gruppen haben allein oder zusammen mit Mitgliedern der Streitkräfte wenigstens 15 000 KolumbianerInnen gewaltsam verschwinden lassen, sie haben die Leichen in mehr als 3 000 Massengräbern verscharrt oder sie in die Flüsse geworfen. Sie haben mehr als 1 700 Indigene ermordet, 2 550 Gewerkschafter und ungefähr 5 000 Mitglieder der Union Patriotica. In der Regel foltern sie ihre Opfer, bevor sie sie ermorden. Zwischen 1982 und 2005 haben die Paramilitärs mehr als 3 500 Massaker begangen und mehr als sechs Millionen Hektar Land geraubt. Seit 2002, nach ihrer "Demobilisierung" haben sie pro Jahr 600 Menschen ermordet. Es ist ihnen gelungen, 35% des Parlamentes unter ihre Kontrolle zu bringen. Von 2002 bis heute haben Mitglieder der kolumbianischen Streitkräfte mehr als 950 Hinrichtungen vorgenommen, in der Mehrheit als "militärische Erfolge"(dh. als im Kampf gefallene Guerilleros) präsentiert. Allein im Januar 2008 haben die Paramilitärs zwei Massaker begangen, neun Menschen gewaltsam zum Verschwinden gebracht, acht Menschen ermordet, und das Heer hat 16 außergerichtliche Hinrichtungen verübt." Vermutlich wäre die Teilnehmerzahl bei der Kundgebung in Berlin höher gewesen, wenn die Anfahrt nicht durch den Streik bei der BVG erschwert worden wäre. Berichte aus anderen Städten liegen uns momentan noch nicht vor. Verwandte Artikel: |




