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Wieder Nazi-Überfall in Neukölln |
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Berlin
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Dienstag, den 09. März 2010 um 18:11 Uhr |
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In der Nacht zum Dienstag, 9. März, ist erneut ein Anschlag auf den Laden der Chile-Freundschaftsgesellschaft »Salvador Allende« e.V. in der Neuköllner Jonasstraße verübt worden. Zum wiederholten Mal schlugen unbekannte Täter die Fensterscheiben des Geschäftes ein. Die Betreiber haben erneut Strafanzeige bei der Polizei gestellt.
Angesichts der Häufung von Überfällen und zahlreicher Indizien geht die Chile-Freundschaftsgesellschaft davon aus, daß auch dieser Angriff auf das Konto von Neonazis geht. Bei früheren Überfällen hatten die Attentäter u.a. Aufkleber der rechtsextremen NPD am Tatort hinterlassen. Auch andere Einrichtungen in dem Berliner Stadtviertel wurden in den vergangenen Monaten mehrfach Ziel rechtsextremer Anschläge.
Neuköllner Antifaschisten wollen den zunehmenden Terror der Neonazis nicht tatenlos hinnehmen. Ende Dezember demonstrierten mehr als 1000 Menschen in Neukölln gegen die zunehmenden Übergriffe. Mit einem mehrsprachigen Nachbarschaftsbrief wandten sich die Chile-Freundschaftsgesellschaft und weitere Nutzer des Zentrums an die Anwohner im Kiez und baten sie um ihre Aufmerksamkeit. Für Sonnabend, den 20. März, ruft das Bündnis »Neukölln gegen Rechts« nun außerdem zu einem »langen Tag gegen Nazis« auf. Auf dem umfangreichen Programm dieses Tages, an dem sich die von den Überfällen betroffenen Einrichtungen beteiligen, steht auch ein Antifaschistischer Stadtrundgang durch Neukölln, der um 13.00 Uhr am Laden der Chile-Freundschaftsgesellschaft in der Jonasstr. 29 beginnen soll. Zu erreichen ist der Laden mit der Linie U8 (Leinestr.) oder mit der S-Bahn-Ringlinie (Hermannstr.).
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