RedGlobe RSS-Feed

Translate RedGlobe

BesucherInnen:

Heute:5072
Gestern:8426
Seit 1. Juni 2005:16253740

junge Welt

redblog

UZ - Unsere Zeit

Zeitung vum Letzeburger Vollek

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

Schneechaos vor öffentlichen Gebäuden – Probleme hausgemacht | Drucken |  E-Mail
Berlin
Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 23:54 Uhr

Winter in BerlinVor zahlreichen öffentlichen Gebäuden in Berlin ist der Schnee nicht oder nur schlecht beseitigt worden, weil private Schneeräumfirmen ihren Pflichten nicht nachkommen. »Die Ursache ist klar«, sagt Werner Roepke, ver.di-Fachbereichsleiter Gemeinden: »In den vergangenen Jahren haben Senat und Bezirke tausende von Hausmeister- und Arbeiterstellen abgebaut. Ihre Aufgaben, darunter auch die Schneebeseitigung, sind an private Firmen vergeben worden.« In der jetzigen Situation sind die Folgen der hemmungs- und grenzenlosen Privatisierung für jedermann sichtbar.

Private Firmen haben jetzt Verträge mit einigen Bezirken gekündigt. In Reinickendorf sind daher zum Beispiel alle verbliebenen Gartenbau- und Friedhofsarbeiter zum Schneebeseitigungs-Notdienst verpflichtet worden. »Das verfügbare Personal reicht nicht aus, außerdem gibt es auch nicht mehr die notwendigen Ausrüstungen und Gerätschaften, um den Schneemassen Herr zu werden«, so Werner Roepke.

Der rot-rote Senat denkt derzeit über Rekommunalisierung großer Unternehmen – wie zum Beispiel der Wasserbetriebe – nach. »Wir befürchten, dass diese Pläne nicht finanzierbar sind. Wenn es der Berliner Senat ernst mit der Rekommunalisierung meint, hätte er die Möglichkeit, mit kleineren Schritten die Fehler vergangener Jahre zu korrigieren. Statt weiter zu privatisieren, müssen wieder mehr Arbeiter/innen im öffentlichen Dienst beschäftigt werden. Wie sich jetzt zeigt, sind Hausmeister und Arbeiter im öffentlichen Dienst keinesfalls überflüssiger Luxus, sondern notwendig. Vor allem in Krisensituationen zeigt sich, dass nur auf den öffentlichen Dienst Verlass ist«, so Werner Roepke.

Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg