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Die designierte Sozialministerin von Niedersachsen, Aygül Özkan (CDU), hat mit ihrer Aussage, christliche Symbole gehörten nicht an staatliche Schulen, heilige Empörung bei ihrer eigenen Partei, der CDU, ausgelöst. So quacksalbert Younes Ouaqasse, der Bundesvorsitzende der CDU-eigenen »Schüler-Union«, durch Aussagen wie die von Frau Özkan »verlieren die Volksparteien CDU und CSU ihre Glaubwürdigkeit und damit ihren Rückhalt in der Bevölkerung. Diese Frau hat ihre Kompetenzen überschritten, deshalb darf sie am Dienstag nicht zur Ministerin ernannt werden!«
Die Muslimin, die morgen von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff zur Ministerin ernannt werden soll, hatte gegenüber dem Magazin »Focus« erklärt, ein Kind müsse selbst entscheiden können, wie es sich religiös orientiere. Darum hätten Kruzifixe und Kopftücher »in Klassenzimmern nichts zu suchen«. Für Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft gelte das nicht, aber: »Die Schule sollte ein neutraler Ort sein«.
Cornelius Kaal, der in Niedersachsen beheimatete Vizechef des Landesverbandes Nord des Deutschen Freidenker-Verbandes (DFV), kann die Aufregung in der C-Partei nicht nachvollziehen: »Es ist schon bemerkenswert, dass eine CDU-Politikerin von ihrer eigenen Partei, die immerhin Regierungspartei ist, attackiert wird, weil sie die Einhaltung der Verfassung verlangt. Frau Özkan hat Recht. Der Staat ist zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet. Religion ist Privatsache und religiöse Symbole haben in öffentlichen Räumen nichts verloren.«
Aygül Özkan wurde am 27. August 1971 in Hamburg geboren. Ihre Eltern waren beide in den 60er Jahren aus der Türkei in die Hansestadt eingewandert. Seit 1998 arbeitete die Juristin als Rechtsanwältin am Hamburger Landgericht. 2004 trat sie der Hamburger CDU bei, dereb stellvertretende Landesvorsitzende sie seit Juni 2008 war. Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl im selben Jahr zog sie auf Platz 15 der Landesliste kandidierend in das Landesparlament ein und übernahm die Funktion einer wirtschaftspolitischen Sprecherin und Fachsprecherin für Industriepolitik ihrer Fraktion.
Die fundamentalistischen Reaktionen der Gotteskrieger in ihrer eigenen Partei hatte sie vermutlich nicht erwartet. In die CDU sei sie nach eigenem Bekunden gerade wegen des »C« eingetreten, schreibt die niedersächsische CDU auf ihrer Homepage und zitiert Özkan: »Die CDU steht für Werte wie Familie, Verantwortung und Zusammenhalt, gesellschaftliches Engagement mit dem Gedanken der christlichen Nächstenliebe, Unterstützung von Schwachen und der Familie. Das sind Werte, die ich auch als Muslimin lebe«.
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Kommentare
ich denke sie sollten ihre eigene fundamentalisti sche einstellung ablegen