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DKP Gladbeck fordert Rückkauf von Wohnungen durch die Stadt | Drucken |  E-Mail
NRW
Dienstag, den 09. Dezember 2008 um 12:09 Uhr
»Völlig überraschend, insbesondere auch für die Mieter, wurden die Gebäude Berlinerstr. 14,16 und 18, ..., an die 'Optima Holding' verkauft. ... Die vielen hundert betroffenen Mieter müssen einer ungewissen Zukunft entgegen sehen....« waren die Eingangssätze eines Dringlichkeitsantrages der DKP bei der Stadtratssitzung in Gladbeck am 1. Juni 2007. Eine vieler Fragen, die von der DKP-Fraktion im Kommunalparlament gestellt wurde, lautete: »Wie sollen die Mieter der Häuser Berlinerstr. 14-18 vor Nachteilen, die durch den Verkauf an die 'Optima Holding' entstehen könnten geschützt werden (Mieterschutz)?«

»Nach anderthalb Jahren stellen wir nun fest, dass die Bewohner eines der Hochhäuser bereits eine Androhung der Einstellung der Heizenergie hinter sich haben. Dringende Reparaturarbeiten wurden unter 'Optima Holding' unterbrochen. Die Situation hat sich dadurch noch verschlimmert: Wasserschäden, Schimmel, Ratten im ganzen Haus. Die Bewohner haben keine Ansprechpartner«, schreibt die DKP in einer Presseerklärung. »Selbst Wohnungswechsel sind aufgrund der Wohnungsmarktlage schwierig bis unmöglich, da einkommensschwache Familien in Gladbeck kaum noch preisgünstige Wohnungen finden. Die Häuser in den etlichen Neubaugebieten sind für diesen Gladbecker Personenkreis nicht erschwinglich.«

Da sich die Situation immer mehr zuspitzt, fordert die DKP den Rat der Stadt Gladbeck auf, hier schnelle Hilfen zu leisten: »Wir schlagen vor, einen städtischen Mieterbeauftragten zu benennen, der sich um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmert. Preiswerter Mietwohnraum, der menschenwürdig bewohnbar ist, ist in Gladbeck inzwischen Mangelware. Das ist die logische Folge aus einer jahrelangen stadtplanerischen Politik, die immer neue Baugebiete auf unseren letzten Wiesen ausweist und den preiswerten Altbaubestand verkommen lässt. Damit die GWG handlungsfähig im Sinne einer sozialen Wohnungspolitik sein kann, muss sie wieder über mehr preisgünstigen Wohnraum verfügen. Die DKP-Fraktion fordert, zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, die Hochhäuser an der Berlinerstr. 14-18 zurückzuerlangen.«

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