| Infostand der Partei »Die Linke« im Kreis Aachen angegriffen und zerstört | | Drucken | |
| NRW |
| Montag, den 25. Mai 2009 um 09:14 Uhr |
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Am Samstag ist ein Informationsstand der Partei »Die Linke« in Herzogenrath-Kohlscheid (Kreis Aachen) brutal angegriffen worden, »vermutlich von Neonazis«, wie die Partei wohl nicht zu unrecht vermutet. Der Informationsstand sei für die Mitglieder der Herzogenrather »Linke« zunächst sehr erfolgreich verlaufen, denn viele Menschen hätten sich interessiert gezeigt an Themen wie einer sozialeren Antikrisenpolitik, viele Seniorinnen und Senioren äußerten ihre Unterstützung für die rentenpolitischen Forderungen der Linksfraktion im Bundestag.
Überfallartig sei der Stand dann jedoch plötzlich angegriffen und demoliert worden. Zwei Personen wurden verletzt. Die Linken erkannten acht bis zehn schwarz gekleidete, vermummte junge Männer unter 30 Jahren, die schnell die Flucht ergriffen. Auf ihrer dunklen Kleidung trugen sie runenähnliche Symbole. Der Kreisvorstand der Partei »Die Linke« in der Städteregion Aachen zeigte sich bestürzt über den feigen Überfall. Es bestünden kaum Zweifel, dass es sich bei den Angreifenden um Angehörige neonazistischer Gruppen, sehr wahrscheinlich aus der Region, handelte. »Wir verurteilen diese Tat auf das Schärfste. Wer demokratische Parteien gewaltsam daran hindern will, ihr Wahlprogramm vorzustellen, greift die Demokratie insgesamt an,« heißt es in einer Stellungnahme des Kreisvorstands der Linken. »Wir erklären unsere volle Solidarität mit den betroffenen Mitgliedern vor Ort.« Auch die Bundespolitik könne nicht länger verheimlichen, dass die Zahl der rechtsextremen Angriffe auf Andersdenkende immer stärker zunimmt. Die Aachener Linke fordere ein energisches Vorgehen gegen das Treiben neonazistischer Gruppen und setze dabei besonders auf das Zusammenspiel zivilgesellschaftlicher Kräfte gegen Rechts. Wieder einmal habe die rechtsextreme Szene gezeigt, dass sie keinerlei Respekt vor der Würde des Menschen und einem demokratischen Gemeinwesen hat. Dankbar sei »Die Linke« hingegen den Vertrerinnen und Vertretern anderer demokratischer Parteien, die über alle sonstigen Differenzen hinweg sofort ihre Solidarität bekundet und für gegenseitige Unterstützung im Widerstand gegen Nazis in der Region plädiert hatten. »Die Linke« werde weiterhin in breiten antifaschistischen Bündnissen mitarbeiten, um den braunen Kräften keinen Fußbreit in unseren Städten und Gemeinden zu überlassen. »Niemand soll in Angst vor diesen Feinden der Demokratie leben müssen!«, fordert »Die Linke«. Neuere Artikel:
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