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Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

»Nie war so wenig Fleisch im Hack« | Drucken |  E-Mail
Medien
Donnerstag, den 08. März 2012 um 17:37 Uhr

Besser echtes nehmen... Foto: dierk schaefer / flickr.comDie Verbraucherorganisation foodwatch wirft der zur Edeka-Gruppe gehörenden Supermarktkette Netto vor, mithilfe irreführender Werbeaussagen gestrecktes Hackfleisch zu überhöhten Preisen zu vermarkten. Auf www.abgespeist.de hat die Vereinigung eine E-Mail-Beschwerdeaktion an den Lebensmitteldiscounter gestartet. foodwatch berichtet, dass Netto unter der Eigenmarke »Viva Vital« eine »Zubereitung aus Hackfleisch gemischt mit pflanzlichem Eiweiß« vertreibt, die mit dem Hinweis auf angeblich »30 Prozent weniger Fett« vermarktet wird. Tatsächlich bestehe das Produkt jedoch aus 30 Prozent weniger Fleisch. Dieser Anteil werde ersetzt durch gefärbtes, schnittfest gemachtes Wasser. Entgegen der Werbeaussage enthalte es sogar mehr Fett als das meiste frisch durch den Fleischwolf gedrehte Hackfleisch von der Bedientheke, denn dafür werde in der Regel höherwertiges, mageres Fleisch verwendet. Im Vergleich zu reinem, verpacktem Hackfleisch verlange Netto für das »Pseudo-Hack« auch noch einen satten Aufpreis von mehr als 30 Prozent.



»Nie war so wenig Fleisch im Hack, nie war schnittfestes Wasser so teuer«, kritisiert Oliver Huizinga von foodwatch. »Hier geht es ganz offensichtlich nicht um ein schlankes, gesünderes Produkt, sondern ganz allein um mehr Brutto für Netto.«

Die »Viva Vital Zubereitung aus Hackfleisch gemischt mit pflanzlichem Eiweiß« wird vom niederländischen Fleischkonzern Vion für Netto hergestellt. Laut zugehöriger Patentschrift wird dabei ein Fleischanteil durch »texturiertes Weizenprotein« ersetzt, das eine »fleischähnliche« Konsistenz aufweise. Rote-Beete-Saft und Paprikaextrakt geben dem Produkt eine »fleischähnliche Farbe«. Oliver Huizinga von foodwatch fasst die Rezeptur zusammen: »Man greife tief in die Trickkiste der modernen Lebensmitteltechnologie und verleihe so einer Fleisch-Wasser-Weizen-Pampe möglichst viel Hackfleisch-Feeling.«

Nettos Werbehinweis auf »30 Prozent weniger Fett« stimme nur im Vergleich mit anderem verpackten Hackfleisch aus dem Selbstbedien-Regal, für das - anders als bei frisch durch den Wolf gedrehtem Hack - meist billigeres, fettreiches Fleisch verwendet wird. Ein solches Produkt biete der Discounter ebenfalls an, es koste jedoch weitaus weniger als das gestreckte Hackprodukt.

Netto wies die Vorwürfe von foodwatch zurück, ohne jedoch den Angaben der Organisation zu widersprechen. Das »schnittfeste Wasser« bezeichnete das Unternehmen als »wertvolles pflanzliches Eiweiß in Form von Weizenprotein«. Die Mischung habe einen geringeren Fett- und Cholesterinanteil als Hackfleisch und richte sich an Kunden, »die sich bewusster und ausgewogener ernähren wollen, ohne auf den Geschmack und die Eigenschaften von herkömmlichem Hackfleisch zu verzichten«. Die Angabe »30 Prozent weniger Fett« beziehe sich auf Hackfleisch aus der Netto-Selbstbedienungstheke.

foodwatch kritisiert auch andere als fettreduziert oder »Light«-Variante beworbene Produkte als gestreckte Varianten des Originals - und damit als teurer Etikettenschwindel. Die »Thomy légère leichter als Mayonnaise« von Nestlé bestehe nicht wie echte Mayonnaise hauptsächlich aus Öl und Eigelb, sondern zum Großteil aus Wasser - das könnten Verbraucher aber auch selbst in Mayonnaise rühren. Auch die »Kokosnussmilch light« von Exotic Food bestehe in erster Linie aus Wasser. Sie enthalte gerade einmal 23 Prozent Kokosnuss, sei aber nur etwa zehn Prozent günstiger als das »Original« vom selben Hersteller mit einem Kokosnuss-Anteil von 85 Prozent. Unilever strecke seinen Butterersatz »Lätta & luftig« it Luft. Das Ergebnis: 320 Gramm der mit Stickstoff aufgeschlagenen Halbfettmargarine kosten genau so viel wie 500 Gramm normale Lätta.

Weitere Infos: www.abgespeist.de

 

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Kommentare 

 
+35 #13 2012-03-15 10:08
Ich bin ziemlich erstaunt mit welcher widerlichen,sel bstgerechten und dummen Arroganz hier ein gewisser "retmarut" auf Leute eindrischt die mit vernünftigen Argumenten, für ein anderes Konsumverhalten plädieren, die auch auf die eigene Verantwortung der Konsumenten hinweisen.

Mit dieser Haltung und diesem selbsherrlichen Pathos wird "retmarut" auch unter allen anderen kapitalismuskri tischen Mitmenschen kaum Zustimmung finden und sich in seinen scheinradikalen Dogmen verfangen, die in keinster weise klug oder gar kommunistisch sind.
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-50 #12 2012-03-14 15:36
@ Hühner Harry:
Egal, was Du in Rosa Luxemburg so hineininterpret ierst: Sie hat jedenfalls ihr Lebtag weder gefordert, der Arbeiter möge auf Fleisch verzichten, noch hat sie sich für Tierrechte oder ähnlichen Unfug eingesetzt. Dafür war sie halt doch zu sehr Materialistin.

"Deine kommunistische Gesinnung, lebt ausschließlich von zynistischen, natur- und menschenveracht enden Phrasen."
Ich wüsste nicht, dass ich in den letzten Jahren irgendwann einmal in zynische oder gar menschenveracht ende Phrasen verfallen wäre. Wann soll das gewesen sein? Entspricht jedenfalls weder meiner Diskussionskult ur noch meiner Weltanschauung.

"Also kaufe frohen Mutes weiter den Industriemüll bei Lidl und Netto ein und erklär dann den Kollegen dort deine solidarischen Kampfesgrüße."

Vielleicht teilen wir beide zumindest die Position, dass es wesentlich wichtiger ist, die Kolleginnen des Einzelhandels gewerkschaftlic h zu organisieren als sich für idealistische "Tierrechte" oder "konsumkritische n" Fleischverzicht zu engagieren.

Unterstütz die Kolleginnen mal lieber bei ihren derzeitigen Arbeitskämpfen! Hier in Niedersachsen wurde gerade zum 01.03. der Manteltarif Einzelhandel einseitig von der AG-Seite gekündigt. Netto (um die geht es ja im Artikel) ist Teil der AG-Tarifgemeinscha ft und eine der treibenden Kräfte bei der Verschlechterun g der Arbeitsbedingun gen. Insbesondere sollen die Urlaubstage gekappt und die Wochenarbeitsze it verlängert werden. Gerade in Niedersachsen wurde in den letzten Jahren immer wieder versucht, weit unter bundesdeutschem Durchschnitt im Einzelhandel abzuschließen, ist also so eine Art Experimentierfe ld für die Branche. Daher ist es hier umso wichtiger, die Organisierung und die Kampfkraft in den Discountern zu erhöhen.

---
Ich denke, wir können die Debatte an diesem Punkt auch abbrechen, da die wesentlichen Argumente ausgetauscht wurden.
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+29 #11 2012-03-14 11:43
@ retmarut

Rosa Luxemburg war nicht nur eine der bedeutesten marxistischen Revolutuonärin, sie war auch eine leidenschaftlic he, der Natur und dem Leben verbundenen Naturliebhaberi n.

Ihre große Leidenschaft waren die Naturwissenscha ften und insbesondere die Biologie
(was sie zu Beginn auch studierte)

Ihr Mitgefühl galt jeder geschundenen und gequälten Kreatur.
Sie war eine große Naturbeobachter in und liebte es insbesondere die Tiere zu beobachten und ihr Verhalten zu studieren.

Wenn es darum geht, menschliches Mitgefühl mit den unterdrückten, gequälten Körpern,egal welcher Spezies sie angehören mögen,
zu zeigen, so kann das Denken Rosa Luxemburgs dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Als sie das Leiden des Büffels beschrieb, ging es ihr tatsächlich um das Leiden des Büffels, egal was Du noch so alles in diese Anklage hineininterpret ieren kannst und willst.

Deine kommunistische Gesinnung, lebt ausschließlich von zynistischen, natur- und menschenveracht enden Phrasen.
(Konnte man ja schon in den Kommentaren zu den Ereignissen in der DVR Korea genügend zur Kenntniss nehmen)

Also kaufe frohen Mutes weiter den Industriemüll bei Lidl und Netto ein und erklär dann den Kollegen dort deine solidarischen Kampfesgrüße.
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-53 #10 2012-03-13 23:15
@Hühner Harry:
Die Arbeitsbedingun gen bei LIDL, Netto, Kik etc. verbesserst Du nicht dadurch, dass Du die Läden boykottierst. Als aktiver Gewerkschafter kann ich Dir versichern, dass das im Einzelhandel allgemein übliche Methoden sind, die sich lediglich graduell unterscheiden. Derzeit ist es halt Netto, die bei den Discountern derzeit die miesesten Arbeitsbedingun gen durchexerziert.

Abhilfe schafft nur ein hoher gewerkschaftlic her Organisierungsg rad und eine kampfbewusste Belegschaft, um Tarifverträge (bzw. bessere Tarifverträge) sowie Betriebsräte durchzusetzen. (Keine einfache, aber eine notwendige Angelegenheit.)
Alles andere ist Gefühlsduselei - gut fürs eigene Gewissen, aber gesellschaftlic h irrelevant.

"Gerade wir Kommunisten sollten doch große Achtung vor einer natürlichen Produktion von Lebensmittel haben und eine besonders hohe Achtung vor dem Leben der Tiere.(Lese dazu einmal Texte von Rosa Luxemburg)"

Rosa Luxemburg ist ja schon für manchen Schmarrn zurechtgebogen worden, aber jetzt als Kämpferin des Tierschutzes herhalten zu müssen, ist schon erbärmlich. Vielleicht solltest Du noch mal genauer bei ihr nachlesen, was wirklich ihre Zielsetzung war. Wenn es um die bekannte Passage in den Gefängnisbriefe n geht, bitte ich doch zu berücksichtigen , dass die Gefangene der strengen Zensur unterlag. Es geht in dem Brief also nicht um den "Büffel", sondern um das unter der Knute des preußischen Militarismus geschundene Proletariat, was aus dem Kontext ja auch erkennbar wird.

"So wie wir mit Tieren umgehen, gehen wir letztendlich auch mit Menschen um."

Ist wohl eher Tolstoi als Luxemburg.
Ich bezweifle, dass das Gros der Menschheit jetzt anfangen wird, den Nachbarn für den Verzehr zu braten. ;)

Überhaupt: Was soll dieses peinliche Gleichsetzen von Mensch und Tier? Als Marxisten waren wir da schon mal weiter, vgl. Engels "Dialektik der Natur".
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+28 #9 2012-03-13 22:15
@ retmarut

Ich bin nicht bekloppt und weiß selber welche Gesetze im profitablem System des Kapitalismus gelten.

Auch ein Betrieb der biologisch produziert unterliegt diesem Gesetz und macht Gewinne.

Das heißt aber nicht das es völlig wurscht ist, wo und was ich kaufe.
Ich würde z.B niemals in einem Laden, wie Lidl,Aldi,Schle cker,Kick,H&M,Tschibo oder Mc Donalds einkaufen, denn diese Betriebe beuten ihr Personal mit Billiglöhnen und unmenschlichen Arbeitsbedingun gen aus und behindern gleichzeitig jede gewerkschaftlic he Arbeit und Interessenvertr etung ihrer Angestellten.
Einige von diesen Konzernen verkaufen sogar Waren die unter schweren Menschenrechtve rletzungen durch Kinderarbeit hergestellt worden sind.

Ich predige auch keinen generellen Konsumverzicht, sondern weise darauf hin, dass es so viele Konsumgüter gibt, auf die man getrost verzichten kann und auch unbedingt sollte. Warum soll ich Waren konsumieren die völlig unsinnig sind, die dem Leben, der Natur schaden und uns alle krank machen.
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+27 #8 2012-03-13 19:08
@ Harald #5

Die Volksmassen von denen Du spricht haben also besseres zu tun, als Moralpredigten anzuhöhren ?

Bislang sitzen diese Volksmassen aber lang und breit jeden abend vor der Glotze, lassen sich von hirnlosen Dumpfbacken verblöden und mampfen dazu Chips, Aldipizza und begießen das ganze noch mit'ner Dose Adelskronen Pilsner.

Die Welt wird sich nicht ändern....

Die Welt hat sich längst durch das Verhalten von konsumkritische n und ökologisch bewußter Menschen geändert.
Immer mehr wird unter ökologischen Bedingungen produziert.

Was interessiert mich die Lage der Hühnchen...

Gerade wir Kommunisten sollten doch große Achtung vor einer natürlichen Produktion von Lebensmittel haben und eine besonders hohe Achtung vor dem Leben der Tiere.
(Lese dazu einmal Texte von Rosa Luxemburg)
So wie wir mit Tieren umgehen, gehen wir letztendlich auch mit Menschen um.

In den kapitalistische n Ländern werden millionen von Tonnen Lebensmittel vernichtet , über 50% der Waren kommt garnicht erst in den Handel, sondern wird vorher schon entsorgt.

Der Konsument kann sehr wohl durch sein Kaufverhalten Einfluss auf diese Entwicklung nehmen.
Wie willst Du eine Revolution hinkriegen wenn wir es nicht einmal schaffen Leute dazu zu bewegen über ihr Konsumverhalten nachzudenken.
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-52 #7 2012-03-13 18:56
Übrigens:
Gerade in Deutschland ist das Problem ja nicht, dass die Arbeiterklasse zu viel konsumiere, sondern dass ihre Mittel für den Konsum seit Jahren geringer werden (Reallohnverlus t).
Dieser systematische Reallohnverlust ist ja auch ein wesentlicher Grund dafür, warum die Lohnstückkosten der deutschen Unternehmen immer weiter sinken und die deutsche Bourgeoisie (insb. ihre monopolkapitali stische Fraktion) ihre aggressive Exportstrategie mit Dumpingpreisen fahren kann. Der deutsche Hinterhof (Mittelosteurop a, Balkan) wird dabei seit 1990 vom deutschen Imperialismus systematisch ausgeweidet, die Infrastruktur der abhängigen Staaten wurde und wird von vorwiegend deutschen Unternehmen günstig übernommen. Griechenland z.B. ist mittlerweile zum deutschen Protektorat geworden, wo die griechische Bourgeoisie und die griechische Regierung längst nicht mehr über die eigene Politik bestimmen können.

Forderung kann also doch nicht ernsthaft "Konsumverzicht" lauten, sondern muss heissen, die Lohnquote zu erhöhen, um so den Anteil am Mehrwert, der bei der Arbeiterklasse verbleibt, zu steigern (was andersherum heisst, dem Kapital damit die Profitquote zu kürzen und ihm auf diesem Wege die Waffen aus der Hand zu schlagen, die erst den aggressiven Waren- und Kapitalexport ermöglichen).
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-53 #6 2012-03-13 18:34
@Hühner Harry:
"In bestimmten Supermärkten, die ihre Angestellten ausnutzen und unterdrücken sollte man auf den Einkauf verzichten."

Jeder Kapitalist beutet seine Mitarbeiter aus, von deren Mehrwert (sprich Ausbeutung) lebt er nämlich. An den Arbeitsbedingun gen wird sich nur etwas ändern, wenn die Belegschaften dagegen kämpfen, und zwar nicht nur in einer Hütte, sondern als Gewerkschaft in der Fläche.
Boykottaktionen können diese Kämpfe bisweilen unterstützen, ersetzen können sie sie jedoch nicht.

Es ist definitiv nicht die Aufgabe der Arbeiterklasse dafür zu sorgen, dass die vermeintlich "netteren" Kapitalisten ans Ruder kommen, sondern dass die bürgerliche Klasse als solche gestürzt wird und die bisher privaten Produktionsmitt el vergesellschaft et werden.

"Wir sollen nun bis zum Erbrechen diesen Müll in uns hinein stopfen und das ganze unnötige, ungesunde Zeug was die Lebensmittelind ustrie auf den Markt schmeißt, kaufen, kauen, runterschlucken und nicht so viel nachdenken dabei."

Niemand zwingt Dich dazu, das Zeug zu kaufen. Wie Du ja selber vorlebst, gibt es prinzipiell die freie Auswahl, sich den Handelspartner auszusuchen. Letztlich ist diese Freiheit nur begrenzt durch den eigenen Geldbeutel.

Die Forderung nach "Konsumverzicht" im Kapitalismus richtet sich letztlich gegen die subalternen Klassen und Schichten, nicht gegen die Bourgeoisie selbst. (Die Bourgeois werden nämlich weiterkonsumier en, egal ob da "Konsumverzicht" gepredigt wird.) Damit spielt mensch direkt den Sarrazins und Co in die Hände, die das Sozialsystem im Sinne des Monopolkapitals weiter untergraben wollen. Die Hartz-IV-Regelsätze sind doch das beste Beispiel dafür, um auszutesten, mit wie wenig "notwendigen Lebensmitteln" (Marx) eine Gesellschaft auskommen soll.
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-54 #5 2012-03-13 14:50
Schön, dann bist du eben eine Minderheit, die sich gut fühlt, weil sie ihr klägliches Einkommen für ihr Gewissen ausgibt. Die Wlt hat sich kein bisschen verändert und wird sich auch nicht verändern.
Denn eine nette Idee verändert die Welt nicht, sondern nur die praktische Tat der Volksmassen. Die Volksmassen haben aber besseres zu tun als sich Moralpredigtn anzuhören.
Die Arbeiterklasse hat nämlich kämpfe zu führen, damit das Kapital ihnen nicht ihren Lohn weiter drückt. Wir müssn für den Frieden kämpfen.
Der Mensch ist für den Menschen das höchst Wesen, da interessieren mich angesichts der weltweiten Lage Hühnchen recht wenig.
Du redest dir deine Rolle in dieser Gsellschaft schön, aber die Produktion so umzuwandeln, dass jeder Mensch sich gute und ökologisch sinnvoll produzierte Lebensmittel zu einem erschwinglichen Preis leisten kann, dafür muss man kämpfen.
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+30 #4 2012-03-13 14:22
@ retmarut...harald....

Konsumverzicht ist eben keine falsche Forderung und spielt auch nicht dem Klassenfeind in die Hände!

Als politisch bewußte Menschen wissen wir unter welchen Gesichtspunkten Nahrung hergestellt und vertrieben wird, und welches eigentliche Ziel damit erreicht werden soll.
Auf bestimmten Konsum sollte man sogar liebend gern verzichten , wie z.B.
Mc Donalds, Burger King etc...
In bestimmten Supermärkten, die ihre Angestellten ausnutzen und unterdrücken sollte man auf den Einkauf verzichten.

Wir können selbst entscheiden, dass wir nicht jeden Dreck in uns hineinfressen.
Wir können entscheiden was,wo und bei wem wir wir einkaufen und konsumieren.
Wir können die Produzenten und Bauern unterstützen die vernünftige Lebensmittel herstellen und auf den Markt bringen.

Das Essverhalten und Trinkverhalten innerhalb einer Gesellschaft ist eben nicht nur Tradition, sondern wird von der herrschenden Klasse und ihrem Profitinteresse gelenkt und bestimmt.Der Fleischkonsum in unserer Gesellschaft ist so gigantisch gewachsen und hat perverse Züge angenommen.
Wir sollen nun bis zum Erbrechen diesen Müll in uns hinein stopfen und das ganze unnötige, ungesunde Zeug was die Lebensmittelind ustrie auf den Markt schmeißt, kaufen, kauen, runterschlucken und nicht so viel nachdenken dabei.

Obwohl ich mit Harz 4 auskommen muss, kaufe ich so gut es geht mir die Lebensmittel in Biomärkten oder direkt beim Bauern und Fleisch esse ich höchstens viermal im Monat.
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