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Gegen die Spaltung: Wie Antikommunismus wirkt und wie wir ihm entgegentreten |
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Medien
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Dienstag, den 06. November 2012 um 00:59 Uhr |
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Das Magazin der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), Position, interviewt in seiner jüngsten Ausgabe den Chefredakteur der Tageszeitung „junge Welt“, Arnold Schölzel. Er ist promovierter Philosoph; bis 1989 war er Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR - und damit bis heute für manche ein besonders rotes Tuch. Wir dokumentieren den Wortlaut dieses Gesprächs.
POSITION: Warum steht die „junge Welt“ immer wieder im Kreuzfeuer der bürgerlichen Medien?
Arnold: Weil sie die einzige deutsche Tageszeitung ist, in der regelmäßig marxistische Positionen zu lesen sind. Ich könnte auch den Mund voll nehmen und sagen: Weil wir so gut sind. Niemand würde uns wahrnehmen, wenn wir als marxistische Analytiker der Krise oder als Berichterstatter über das, was sich tatsächlich in den laufenden imperialistischen Kriegen abspielt, schlecht wären. Dazu kommt: Antikommunismus ist auch nach dem Untergang von DDR und Sowjetunion Staatsreligion der BRD. Wer den Zusammenhang von Kapitalismus, Ausbeutung und Krieg in den Vordergrund seiner Berichterstattung stellt, gilt hierzulande amtlich als „extremistisch“. Wer darüber hinaus das Nachdenken über gesellschaftliche Alternativen befördert, wird als Terrorist betitelt und mit entsprechender Hysterie bedacht. So gesehen, ist jW ein permanenter Fall von Hoch- und Landesverrat, also ein Fall für medialen Grusel und Aufgeregtheit.
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