Dienstag, 1. September 2015

Drei Buchstaben fehlen: kommunisten.de im Februar 2012 und heuteDrei Buchstaben fehlen: kommunisten.de im Februar 2012 und heuteMehrere Jahre lang fungierte die Internetseite »kommunisten.de« als »Das Informationsportal der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)«, wie Google als Seitenbeschreibung ausgibt und wie es im Quelltext der Seite auch noch immer heisst. Doch nun hat sich das Bild der Seite verändert. Die drei Buchstaben DKP sind aus dem Kopf des Portals verschwunden, im Impressum tituliert man sich nun als »nichtkommerzielles Informationsangebot von Mitgliedern der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)«, Chefredakteur ist demnach Michael Maercks, presserechtlich Verantwortlicher der frühere DKP-Vizechef Leo Mayer, der nach wie vor dem Parteivorstand angehört. Damit stellen sich die Propagandisten des Flügels, der auf dem Parteitag Anfang März unterlegen war, offen gegen Beschlüsse der neuen Führung und praktizieren eine virtuelle Spaltung der Partei.

Solidaritätsanzeige

junge Weltjunge WeltIm Gegensatz zu seinem italienischen Kollegen Beppe Grillo will Dieter Hildebrandt nicht in die Politik, auch wenn sich diese dem immer mehr Kabarett annähere. »Auch deswegen nicht, weil mir die Politik in jeder Weise zu privat geworden ist«, erklärt der Altmeister des deutschen Kabaretts im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung»junge Welt« (Samstagausgabe). Im großen Wochenendgespräch äußert sich Hildebrandt über Clowns in der Politik, Gottschalks Quotenschummelei und sein neues Projekt, sein Internet-TV »Störsender«. Über diesen will er sich »einmischen«. Der »Störsender« werde primär nicht als Kabarett gemacht, sondern sei als journalistische Sendung gedacht. Zu Wort kommen sollten etwa »Fachleute, deren Erkenntnisse nicht veröffentlicht werden, weil sie die Wahrheit sagen«, so Hildebrandt. »Nur ein Drittel der Sendezeit ist für Satire vorgesehen.«

ver.diver.diDie Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju in ver.di) protestiert scharf gegen einen Polizeieinsatz, bei dem heute in den frühen Morgenstunden LKA-Beamte aus Berlin, Brandenburg und Hessen sowie dutzende uniformierter Polizisten  die Wohnungen von fünf Pressefotografen in Berlin und Brandenburg durchsucht haben.

junge Weltjunge WeltDie linke Tageszeitung junge Welt kann wieder mit Optimismus in die Zukunft blicken. Dank einer großen Spendenbereitschaft der Leserschaft und wachsender Abonnementzahlen ist eine drohende Einstellung abgewendet. Das teilte Geschäftsführer Dietmar Koschmieder am Sonnabend bei der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz des Blattes mit.

junge Weltjunge WeltDie gerade im Amt bestätigte Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen, Claudia Roth, entschuldigt sich für einen »ärgerlichen Versprecher« in der ARD-Sendung »Menschen bei Maischberger« (»Feindbild Sinti und Roma: Sind wir zu intolerant?«). Gegenüber junge Welt erklärte die Grünen-Politikerin: »In der Hitze der Wortgefechte gestern in der Sendung 'Menschen bei Maischberger' ist mir ein wirklich ärgerlicher Versprecher unterlaufen: Statt die Schweizer Zeitung 'Weltwoche' mit der rechtsextremen Zeitung 'Junge Freiheit' zu vergleichen, was meine Absicht war, habe ich 'Junge' und 'Welt' zusammengeworfen und fälschlicherweise von der 'Jungen Welt' gesprochen.«

Frankfurter RundschauFrankfurter RundschauDie Frankfurter Rundschau ist pleite. Der Verlag der traditionsreichen Tageszeitung hat heute Insolvenzantrag gestellt. Ihren Lesern teilt das Blatt auf seiner Homepage mit: "Das ist ein Schock für Sie, die Leserinnen und Leser der FR, und es ist ein schrecklicher Tag für die Belegschaft. Aber es ist nicht das Ende der Frankfurter Rundschau!"

junge Welt: Dein Abo fehlt!junge Welt: Dein Abo fehlt!Das Magazin der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), Position, interviewt in seiner jüngsten Ausgabe den Chefredakteur der Tageszeitung „junge Welt“, Arnold Schölzel. Er ist promovierter Philosoph; bis 1989 war er Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR - und damit bis heute für manche ein besonders rotes Tuch. Wir dokumentieren den Wortlaut dieses Gesprächs.

POSITION: Warum steht die „junge Welt“ immer wieder im Kreuzfeuer der bürgerlichen Medien?

Arnold: Weil sie die einzige deutsche Tageszeitung ist, in der regelmäßig marxistische Positionen zu lesen sind. Ich könnte auch den Mund voll nehmen und sagen: Weil wir so gut sind. Niemand würde uns wahrnehmen, wenn wir als marxistische Analytiker der Krise oder als Berichterstatter über das, was sich tatsächlich in den laufenden imperialistischen Kriegen abspielt, schlecht wären. Dazu kommt: Antikommunismus ist auch nach dem Untergang von DDR und Sowjetunion Staatsreligion der BRD. Wer den Zusammenhang von Kapitalismus, Ausbeutung und Krieg in den Vordergrund seiner Berichterstattung stellt, gilt hierzulande amtlich als „extremistisch“. Wer darüber hinaus das Nachdenken über gesellschaftliche Alternativen befördert, wird als Terrorist betitelt und mit entsprechender Hysterie bedacht. So gesehen, ist jW ein permanenter Fall von Hoch- und Landesverrat, also ein Fall für medialen Grusel und Aufgeregtheit.

DDR-Briefmarke 1972DDR-Briefmarke 1972Die Zeitung »Welt kompakt« hat in ihrer Freitagausgabe den Rekord im Abdrucken von Erich-Honecker-Fotos gebrochen. Seit dem 16. März 1987 hatte das »Neue Deutschland« die Bestmarke mit 43 Fotos des damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR in einer Ausgabe gehalten. »Welt kompakt« druckte im Vorfeld des 100. Geburtstages des 1994 in Santiago de Chile verstorbenen Politikers 44 Honecker-Bilder.

Nach 25 Jahren hat die Staffel damit das Springer-Blatt übernommen. Für ganze 24 Stunden.

junge Welt, 13. August 2012junge Welt, 13. August 2012Vor einem Jahr sorgte die Tageszeitung »junge Welt« mit einer provokativen Titelseite für Aufregung in der deutschen Medienlandschaft. Während praktisch alle anderen Zeitungen sich in verlogenen Ritualen zum Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961 ergingen, sagte die jW »einfach mal Danke«, etwa für »28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen, für 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit, für 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit...« Die Folge waren Boykottaufrufe, Verbotsforderungen – und eine ziemlich erfolgreiche Abo-Werbekampagne, mit der das Blatt darauf reagiert.

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