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BI ruft auf: »Mit Gorleben kommen sie nicht durch« |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Montag, den 08. November 2010 um 23:41 Uhr |
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In vielen Orten entlang der Transportstrecken im Wendland versammeln sich zur Zeit Castor-Gegner, 3000 haben sich bereits auf eine Dauerblockade des Zwischenlagers Gorleben eingerichtet, Greenpeace blockiert mit einer spektakulären Aktion den Castor-Verladebahnhof in Dannenberg. Wann die elf Behälter mit den hochradioaktiven Abfällen ihr Ziel, das Zwischenlager Gorleben, erreichen, ist völlig ungewiss.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ruft deshalb dazu auf, sich den Protesten im Wendland anzuschließen: »Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich jetzt noch auf den Weg nach Splietau, Gusborn, Quickborn und Gorleben zu machen, um mit den Füßen gegen den Atomkurs der Regierung abzustimmen. Schon gestern Nacht wurde in Harlingen bei der Schienen-Sitzblockade von Tausenden von Menschen deutlich, dass mit vertretbaren polizeilichen Mitteln der Castor-Transport nicht durchsetzbar ist. In diesen Stunden gibt eine weitere Chance: Wenn wir mit Zehntausend Menschen auf die Strecke gehen, kommen sie mit Gorleben nicht durch.«
Unterdessen wächst bei den Atomkraftgegnern der Unmut über die Nichtberichterstattung der deutschen Fernsehstationen. Kein Kanal hat sein Programm geändert, nur in den regulären Nachrichtensendungen sind Bilder von den Protesten zu sehen, Liveschaltungen meist Fehlanzeige. Selbst die angeblichen »Nachrichtensender« N24 und n-tv zeigen lieber alte Dokus, als direkt von den Ereignissen im Wendland zu berichten.
Demgegenüber berichtet Radio Freies Wendland über Internet und zeitweilig in der Region auch auf UKW über die jüngsten Entwicklungen. Die Polizei bereitet sich demnach auf die Räumung der großen Blockade vor, an der sich derzeit dem Castorticker zufolge über 5000 Menschen beteiligen. Bislang ist es ihr aber offenbar noch nicht gelungen, den Greenpeace-Lastwagen mit den darin befindlichen fünf Aktivisten zu entfernen. Stattdessen setzte die Polizei in Laase Wasserwerfer gegen die DemonstrantInnen ein - trotz Minusgraden. Die Moderatoren sprachen in diesem Zusammenhang von Körperverletzung.
Auch sonst hat die Anti-Atomkraft-Bewegung einige Überraschungen parat. Vier Bauern hängen nahe dem Atom-Propagandazentrum in Gorleben an einer Betonpyramide. Eine Baumaschine und drei Trecker blockieren vollständig die Durchfahrt in Trebel.
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