RedGlobe RSS-Feed

Translate RedGlobe

BesucherInnen:

Heute:764
Gestern:4440
Seit 1. Juni 2005:8278621
SPD-Wahlkampf in Schwierigkeiten | Drucken |  E-Mail
Wahlen 2009
Donnerstag, den 17. September 2009 um 15:02 Uhr
Empört hat die Naturschutzorganisation WWF auf die Veröffentlichung eines Statements von WWF-Klimachefin Regine Günther in der SPD-Zeitung "Voräwrts" reagiert, mit der suggeriert wurde, die Umweltschützerin und ihre Organisation würden zur Wahl der SPD aufrufen.  Unter dem Slogan "Den Richtigen wählen - Prominente Unterstützung für Frank-Walter Steinmeier" hatte die SPD Zitate von diversen Personen des öffentlichen Lebens veröffentlicht. Der WWF teilt nun mit, die Anzeige mit dem Bild und dem Statement von Regine Günther sei ohne ihr Wissen und Autorisierung verbreitet worden. Als parteiübergreifende unabhängige Stiftung gebe der WWF keinerlei Wahlempfehlung ab. WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes kommentiert den Vorfall mit den Worten, das sei "nicht nur unseriös, sondern eine bodenlose Frechheit."

Der WWF ist bereits die zweite Organisation, die unfreiwillig zu Wahlhelfern für den SPD-Kanzlerkandidaten gemacht wurde. Wie die Tageszeitung "junge Welt" heute berichtet, fanden sich auch die Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, der IG Metall, Berthold Huber, und der IG BCE, Hubertus Schmoldt, ohne ihre Zustimmung mit zustimmenden Zitaten für Steinmeiers "Deutschland-Plan" in der Wahlwerbung der SPD wieder.

Der Vorstandssprecher der Softwareschmiede SAP, Léo Apotheker, setzte sogar direkt auf der Homepage des SPD-Blattes eine Richtigstellung durch, in der er betont, dass das ihm zugeschriebene Zitat nur den softwarebezogenen Passagen von Steinmeiers "Deutschland-Plan" galt. "Es wurde leider missverständlicherweise vom Vorwärts in einem Kontext verwendet, der eine grundsätzliche Unterstützung der SPD oder Wahlempfehlung für ihren Kanzlerkandidaten suggeriert. Léo Apotheker hat sich aber zu keinem Zeitpunkt als 'Unterstützer der SPD', des 'Kanzlerkandidaten der SPD' oder dessen 'Deutschlandplan' zur Verfügung gestellt. Er gibt auch keine dementsprechende Wahlempfehlung ab," heißt es nun vom Zentralorgan der Sozialdemokraten.

"Vorwärts"-Chefredakteur Uwe-Karsten Heye selbst rudert auf seiner Homepage unter der Überschrift "Der vorwärts muss sich entschuldigen" zurück: "In der letzten Ausgabe vor der Wahl hat die Redaktion prominente öffentliche Unterstützung für den Deutschland-Plan des Kanzlerkandidaten publiziert. Alle im Heft aufgeführten Prominenten haben sich öffentlich positiv zum Deutschland-Plan geäußert (...) Sie wurden auch korrekt zitiert. Allerdings ist durch ein Missverständnis innerhalb der Redaktion versäumt worden, das ausdrückliche Einverständnis für die Zitierung im gewählten redaktionellen Rahmen des 'vorwärts' einzuholen. Wenn dadurch der Eindruck einer einseitigen Parteinahme für den Kanzlerkandidaten und die SPD entstanden sein sollte und damit die Neutralitätspflicht der Gewerkschaften tangiert wäre, bedauert die Redaktion dies ausdrücklich. Es war nicht unsere Absicht, einen solchen Eindruck zu erwecken."
 
Schleswig-Holstein Sachsen-Anhalt Sachsen NRW Mecklenburg-Vorpommern Hessen Hamburg Bremen Berlin Bayern Baden-Württemberg Niedersachsen Brandenburg

Andere Seiten

junge Welt

kommunisten.de

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

Assoziation Marxistischer Studierender