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Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

Rot-Rot-Grün ist programmatische Wunschkoalition der Deutschen | Drucken |  E-Mail
Wahlen 2009
Freitag, den 18. September 2009 um 14:22 Uhr
Nach neuen Ergebnissen des von der Stiftung Wertevolle Zukunft vorgelegten Ethik-Monitors 2009 liegt die SPD programmatisch bei allen Topthemen klar vor der CDU. Merkel könnten deshalb zum Wahlkampffinale die richtigen Inhalte fehlen. "Sollten sich der Trend nach dem TV-Duell bestätigen und die Inhalte zum Ende des Wahlkampfes für die Wahlentscheidung der Bürger noch wichtiger werden, dann könnte die Wahl kippen", interpretiert der Politikwissenschaftler Prof. Joachim Behnke von der privaten Zeppelin-Universität in Friedrichshafen diese Ergebnisse, wonach die SPD bei den Topwahlkampfthemen "Regulierung des Finanzmarktes" und "Mindestlohn" deutlich vor der CDU liegt. Dem Wunsch der Befragten nach einer eher starken Finanzmarktregulation entspricht mit einem Durchschnittswert von 5,4 auf einer Skala von 1 bis 7 nahezu der Position, die der SPD bei diesem Thema zugeschrieben wird (5,0). Die CDU kommt lediglich auf 4,4 Punkte.

Beim zweitwichtigsten Thema "Mindestlohn" verhält es sich noch deutlicher: mit einem Wert von 5,5 liegt die SPD klar näher als die CDU (3,0) am Mittelwert der Bürger, die ein eindeutiges Votum für die Einführung des Mindestlohns abgeben (6,6). Außerdem haben die Themen "Kernenergie" und "Kampfeinsätze der Bundeswehr" in den letzten Wochen an Bedeutung gewonnen. Hier führt die Sozialdemokratie ebenfalls deutlich vor den Christdemokraten.

Bei den Oppositionsparteien ergibt sich im Lagervergleich ein ähnliches Bild. Hier kann die CDU keine Hilfe von der FDP erwarten, die programmatisch am weitesten von den Bürgern entfernt ist. Bei den beiden Topthemen erhalten die Liberalen lediglich nur 3,3 bzw. 2,8 Punkte. Demgegenüber können die Grünen und vor allem die Linkspartei deutlich an Boden gut machen. Die Grünen sind bei beiden Topthemen mit jeweils 4,7 Punkten die dritte Kraft im Land. Die Linkspartei liegt thematisch bei beiden Topthemen mit 5,4 und 5,9 Punkten sogar an erster Stelle vor der SPD. Ein rot-rot-grünes Bündnis wäre demnach die programmatische Wunschkoalition der Deutschen.

Im Punkto Sympathie liegt Merkel mit einem Wert von 1,9 auf einer Skala von minus 5 bis plus 5 klar vor Steinmeier (0,7). Hinzu kommt, dass Merkel mit 1,1 Punkten unter den SPD-Anhängern fast genauso beliebt ist wie Steinmeier bei seiner eigenen Partei mit 1,8 Punkten. So kann die CDU auf Ihre Kanzlerin hoffen, denn immerhin geben 56 Prozent der Bürger an, dass der Spitzenkandidat für ihre Wahlentscheidung am wichtigsten ist. Die Wahlversprechen, von denen lediglich nur 7 Prozent der Bürger glauben, dass die Politiker sie nach der Wahl auch ernsthaft umsetzen, sind lediglich für 40 Prozent der Bürger relevant.

Der Ethik-Monitor, eine deutschlandweite Umfrage mit repräsentativer Stichprobe, wird in Zusammenarbeit mit der Zeppelin Universität in Friedrichshafen unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Joachim Behnke erstellt. Der Ethik-Monitor 2009 beschäftigt sich vor allem mit Wertefragen im Zusammenhang mit der Bundestagswahl. Die aktuellen Daten wurden Anfang September 2009 erhoben. (ots)
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