Samstag, 5. September 2015

Trauer um Edwing Pérez ChevezDer Generalseretär der Kommunistischen Jugend Ecuadors (JCE), Edwing Pérez Chevez, ist am Mittwoch in den frühen Morgenstunden den schweren Verletzungen erlegen, die ihm bei einem feigen Anschlag zugefügt worden waren. Pérez war am 25. Oktober mittags von dem angeblichen Jurastudent Neptalí Ramírez alias »Der Skorpion« angegriffen worden, der der Partei des früheren Staatschefs Lucio Gutiérrez, Sociedad Patriótica, nahestehen soll. Auslöser des Überfalls war offenbar, dass es den Linken gelungen war, vor Gericht eine Wiederholung der manipulierten Wahlen im Ecuadorianischen Studentenverband (FEUE) durchzusetzen. Angespannt war die Lage auch durch den gescheiterten Versuch einiger Gruppe um die maoistische MPD, die Universität zur Unterstützung des Putschversuchs vom 30. September zu bewegen.

Edwing Pérez wurde nach dem Überfall sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er notoperiert werden musste. Nach einem wochenlangen Kampf ums sein Leben verlor der Genosse diesen am gestrigen Tag. »Sein letzter Kampf war heldenhaft. Die Kraft seiner Genossen hatte ihm das Leben wiedergegeben, aber die durch das verbrecherische Attentat der Rechten erlittenen Verletzungen waren so schwer, dass sich der Gesundheitszustand unseres Generalsekretärs nach und nach verschlechterte. Am 8. November war sein Tod offensichtlich, er wurde für hirntot erklärt, sein Körper hatte so lange Widerstand geleistet, wie er konnte«, heisst es in dem Nachruf der Kommunistischen Jugend.

»Das verbrecherische Attentat der Rechten hat ihn getötet«, so die JCE weiter. »Die Verbrecher wollen sich in verschiedenen Bereichen des Volkes einnisten, um von hier aus den Prozess der Radikalisierung der Bürgerrevolution zu untergraben, indem sie pseudo-revolutionäre oder offen oppositionelle Losungen gegen den politischen Transformationsprozess verbreiten. Sie sind schuld an dem Tod von Edwing.«

Zum Abschluss bekräftigen die ecuadorianischen Genossen: »Für unsere Toten keine Schweigeminute, sondern ein ganzes Leben des Kampfes! Die für das Leben sterben, sind nicht tot!«

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