Freitag, 27. März 2015

SDAJSDAJAuch im Jahr 2014 das gleiche Bild: Wir – die arbeitende und lernende Jugend – geraten immer häufiger aufs Abstellgleis. Schmalspurausbildung, Überstunden, Angst vor Arbeitslosigkeit und Hartz IV gehören für uns Jugendliche bereits zum Alltag. Die Kosten für die eigene Ausbildung gehen in die Höhe, die Qualität sinkt jedoch in den Keller. Ob in Deutschland, Spanien, Griechenland: Die anhaltenden Krise verschärft die miese Situation der Jugend in Europa noch einmal massiv.

 

Die Regierung und ihre Think Tanks lassen Deutschland immer in schillernden Farben dastehen: mit einer „läppischen“ Arbeitslosenquote von 7,5% ständen wir doch richtig gut da. Mit der Realität hat das nicht viel zu tun: Immer mehr von uns stecken in „Berufsvorbereitungsjahren“ oder anderen Warteschleifenmaßnahmen. Diese bringen sind der Regeln nichts, lassen uns aber aus der Quote rausfallen, wir gelten als „versorgt“.

Darüber hinaus verzeichnet der Arbeitsmarkt eine immer weitere Zunahme an unsicheren und prekären Arbeitsverhältnissen. Leiharbeit, Werkverträge oder Befristungen zählen zum bitteren Alltag vieler junger ArbeiterInnen. So sieht keine Zukunftsperspektive aus.

Letztlich müssen wir unsere Zukunft in die eigene Hand nehmen und unsere Perspektiven selbst erkämpfen. Paul Rodermund, Bundesvorsitzender der SDAJ, meint dazu „Ein Schritt dahin ist der Kampf für ein verbindliches Ausbildungsgesetz. Während der „Ausbildungspakt“, von Bundesregierung und Unternehmen gefeiert wird macht der Mangel an Ausbildungsplätzen jedes Jahr mehreren hunderttausend Jugendlichen ein selbstbestimmtes Leben unmöglich. Nicht mal jedes vierte Unternehmen in Deutschland bildet aus und selbst wenn, dann ist von Übernahme nach der Ausbildung meist keine Rede. Ein Ausbildungsgesetz, das jedem und  jeder Jugendlichen einen Ausbildungsplatz und die unbefristete Übernahme im Beruf garantiert, wäre ein wirksames Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit.“

Dafür gehen wir auf die Straße. Wir organisieren uns in Jugendblöcken auf den Demonstrationen zum 1. Mai. Ob lautstarker Jugendblock, Flashmob oder kämpferische Kundgebung: Wir werden bundesweit in Deutschland zeigen, dass es uns reicht und das wir uns zur Wehr setzen! Der 1. Mai gehört uns, genau wie unsere Zukunft!

Informationen zu Aktionen der SDAJ rund um den 1. Mai: www.sdaj-netz.de

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