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Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks am Mittwoch erneut massiv ausgeweitet. Bis zum Mittag (14 Uhr) demonstrierten über 115.000 Beschäftigte aus rund 400 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen für ihre Forderung. Für den heutigen Nachmittag und Abend sind weitere Warnstreikaktionen geplant. Seit Ende der Friedenspflicht haben bereits knapp 160.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihrer Forderung Nachdruck verliehen, teilte die IG Metall am Donnerstag in Frankfurt mit.
Der Schwerpunkt der Warnstreiks lag am Donnerstag in Bayern. Dort beteiligten sich bis zum Mittag knapp 46.000 Beschäftigte aus 78 Betrieben an Warnstreikaktionen. In Schweinfurt versammelten sich 5.400 Beteiligte aus verschiedenen Betrieben, u.a. Bosch Rexroth an einer Kundgebung. In Nürnberg traten die Belegschaften von rund 30 Betrieben mit 6.000 Teilnehmern in den kurzzeitigen Ausstand. An den BMW-Standorten beteiligten sich in Regensburg 2.750 Beschäftigte, in Dingolfing 6.500, in München 4.500. Weitere BMW-Standorte folgen am Nachmittag. In Augsburg beteiligten sich 1.500 Warnstreikende der Firmen MAN Diesel und Manroland an einer Kundgebung. Bei Siemens in Amberg legten 1.100 Mitarbeiter und bei Siemens in Nürnberg 6.500 die Arbeit vorübergehend nieder. Weitere Warnstreiks gab es u.a. in Amberg, Augsburg, Bamberg, Erlangen, Passau und Rosenheim.
Ein weiterer Schwerpunkt der Warnstreiks lag am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen. Dort beteiligten sich 16.730 Beschäftigte aus 113 Betrieben an Warnstreiks. Allein in Lemgo kamen 3.600 Beschäftigte aus 33 Betrieben der Region Lippe zur Kundgebung auf dem Marktplatz zusammen. In den beteiligten Betrieben stand für drei bis vier Stunden die gesamte Produktion still. In Köln-Porz waren es 2.500 Beschäftigte aus 15 Betrieben, die sich zur Kundgebung auf dem Gelände der Deutz AG versammelten. Weitere Warnstreiks und Kundgebungen gab es u.a. in Bad Laasphe, Bocholt, Bonn, Ennigerloh, Gütersloh, Hamm, Lengerich, Neuss und Oberhausen.
In Baden-Württemberg beteiligten sich über 16.000 Beschäftigte aus mehr als 40 Betrieben an Warnstreiks. In Zuffenhausen legten beim Autobauer Porsche am Morgen 3.000 Beschäftige die Arbeit nieder. In Neckarsulm versammelten sich die Belegschaften u.a. von Audi, Anderssen, Kolbenschmidt mit 7.000 Teilnehmern an einer Kundgebung. In Horb versammelten sich 350 Metaller zu einer Demonstration. Weitere Warnstreiks gab es in Albstadt, Bruchsal, Offenburg, Heidelberg, Mannheim und Tauberbischofsheim.
Im IG Metall-Bezirk Küste beteiligten sich 14.000 Beschäftigte aus rund 60 Betrieben aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und dem nordwestlichen Niedersachsen an Warnstreiks. Zu einer zentralen Kundgebung versammelten sich in Hamburg rund 8.000 Beschäftigte aus 40 Betrieben (Airbus, Mercedes, Still, Jungheinrich und Blohm & Voss) an einem ganztägigen Warnstreik. In Bremen legten 3.000 Beschäftigte des Mercedes-Werkes die Arbeit nieder. Weitere Warnstreikaktionen gab es in Oldenburg und Wilhelmshaven mit 900 Beschäftigten aus sieben Betrieben. Weitere Warnstreiks fanden in Lübeck und Rendsburg statt. In Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich die Belegschaften der Neptun Werft in Rostock und der Firma Schmitz-Cargobull in Toddin an Warnstreiks.
Im IG Metall-Bezirk Frankfurt folgten rund 11.200 Beschäftigte aus 50 Betrieben aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen dem Aufruf der IG Metall. In Hessen beteiligten sich rund 2.900 Beschäftigte aus Darmstadt, Mainz, Frankfurt, Herborn und Kassel an Warnstreiks. Allein im Saarland beteiligten sich bis zum Mittag 6.100 Beschäftigte an Warnstreiks. In Saarlouis versammelten sich 5.000 Mitarbeiter aus 13 Betrieben u.a. von Ford Saarlouis an einer Kundgebung. In Thüringen legten rund 800 Beschäftigte aus mehreren Betrieben in Erfurt, Jena, Sonneberg und Nordhausen die Arbeit kurzzeitig nieder. In Rheinland-Pfalz beteiligten sich bisher 580 Beschäftigte an Warnstreiks.
In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt folgten über 5.400 Beschäftigte aus 34 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. In Hannover legten 1.500 Beschäftige aus 15 Betrieben die Arbeit nieder und versammelten sich zu einer Kundgebung in der Innenstadt. In Hildesheim beteiligten sich aus drei Bosch-Betrieben rund 800 Beschäftigte an Warnstreiks. In Stadthagen traten aus drei Betrieben rund 800 Beschäftigte in den Ausstand. In Osnabrück legten bei KME 800 Beschäftigte und bei Elster 350 Mitarbeiter die Arbeit nieder. In der Region Süd-Niedersachsen-Harz traten acht Betriebe mit 770 Beteiligten in den Ausstand.
Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen beteiligten sich knapp 5.200 Metaller aus 22 Betrieben an den Warnstreiks. In Berlin-Mariendorf zogen rund 1.500 Metaller aus 10 Betrieben begleitet von einem Autokorso für ihre Forderung durch die Stadt. In Brandenburg beteiligten sich 1.150 Beschäftigte aus sechs Betrieben an Warnstreiks. In Ludwigsfelde legten bei Mercedes Benz 450 Mitarbeiter die Arbeit nieder. In Brandenburg beteiligten sich bei ZF Friedrichshafen AG und der Heidelberger Druckmaschinen AG 500 Mitarbeiter an Warnstreiks. In Leipzig versammelten sich beim Autobauer BMW 1.200 Beschäftigte und bei Porsche 300 Mitarbeiter zu einer Kundgebung. In Dresden beteiligten sich 500 Mitarbeiter der Firma König & Bauer AG an einem Warnstreik. In Zwickau legten rund 650 Beschäftigte aus drei Betrieben die Arbeit nieder.
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