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Zu den Wahlen in Frankreich | Drucken |  E-Mail
Frankreich
Geschrieben von: Aleka Papariga, Generalsekretärin des ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE)   
Dienstag, den 24. April 2012 um 17:14 Uhr

Kommunistische Partei GriechenlandsDie Wahlen in Frankreich, ihre Ergebnisse im ersten Wahlgang sowie das, was für den zweiten Wahlgang vorbereitet wird, sind eine Lehre. Sie bestätigen die ablehnende Haltung der KKE gegenüber einer Beteiligung an der Front der sogenannten Anti-Memorandum-Kräfte, der so genannten linken Kräfte.

Wenn eine Kommunistische Partei, eine Arbeiterbewegung den Protest der Volksmassen in eine linke Koalition assimiliert, die die Verhandlungen nur im Rahmen der EU und die soziale Partnerschaft mit den Monopolen akzeptiert, dann kann es nur eine Konsequenz geben, wie die Stichwahl in Frankreich zeigt: das Volk wird dazu geführt, mal für die liberale, mal für die sozialdemokratische Partei zu stimmen. Die Radikalisierung wird ausgehöhlt und der Konservatismus breitet sich aus.

Wir erinnern an die Stichwahl in Frankreich, als alle für Chirac stimmten, um die Stärkung Le Pens zu verhindern. Heute wird das französische Volk von der sogenannten Linken Frankreichs aufgefordert, Hollande zu unterstützen, um Sarkozys Verbleib an der Macht abzuwenden. In diesem Sinne wird die Arbeiter- und Volksbewegung immer niedergeschlagen sein, statt sich - wie in diesen Krisenzeiten erforderlich - voranzutreiben.

Quelle: Kommunistische Partei Griechenlands / RedGlobe

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Kommentare 

 
+6 #23 2012-04-26 20:21
Vollständig einverstanden, C. R.
zitiere Jannis Glezoz:
Eine kommunistische Partei muss keineswegs ihre revolutionäre und marxistische Haltung aufgeben oder gar verlieren, sollte sie mit anderen systemkritische n Organisationen oder sozialen Bewegungen eine Aktionseinheit bilden.
Die Kommunisten können doch gerade dabei besonders gut für ihren Standpunkt und ihrer politischen Alternative werben.

Diese Lehre müssten die Kommunisten doch nun endlich aus den leidvollen Niederlagen der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegun g gezogen haben.
Immer wenn linke Organisationen im Streit lagen und es nicht gelang eine Aktionseinheit, eine Einheitsfron zu bilden ,konnte das Kapital und die Reaktion ihre Interessen brutal durchsetzen.
Ich habe großen Respekt vor der griechischen KP und ihrem klaren kommunistischen Profil und ihrer ablehnenden Haltung gegen über der EU,EZB und NATO.
Die griechischen Kommunisten haben in ihre langen Geschichte, stehts ihr Volk würdig vertreten und keinen Kampf gescheut.
Die KKE hat der griechischen Bevölkerung immer erklärt, dass Wahlen eine Sache sind, dass aber positive Veränderungen erst dann eintreten werden wenn das kapitalistische System beseitigt wird.

Meiner Meinung nach sollten die griechischen Genossen an dieser Aussage unbedingt festhalten,trot zdem aber dabei auf andere kritische, progressive Kräfte im linken Spektrum zugehen und eine gemeinsame Interessenvertr etung (auch im Parlament) für das griechische Volk zu bilden.
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+3 #22 2012-04-26 16:45
Die sozialdemokrati sche Hauptstütze ist noch nicht weggebrochen. Innerhalb dieser Gruppierung hat sich wahrscheinlich das Kräfteverhältni s von PASOK in Richtung anderer verlagert, jedenfalls, wenn die Meinungsumfrage n einigermassen zutreffen. Die Wahlen werden es zeigen.

Die KKE hat grosse Organisationskr aft. Sie kann Hunderttausende mobiliseren. Das ist die Hauptsache für eine mögliche Machtentfaltung der Arbeiterklasse und der Volksschichten. Das reicht aber nicht. Eine Mehrheit muss das zumindest billigen oder wenigstens tolerieren. Darüber werden die Wahlen auch Auskunft geben und dann - dann! - Konsequenzen zu ziehen sein.

Die KKE ist eine erfahrene und fitte Partei. Sie wird das illusionslos einschätzen und einen entsprechenden Kurs weiterverfolgen .

Wir können "von aussen" nur solidarisch sein und das mit heissen Herzen und, leider kleinen, Taten verfolgen.
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+7 #21 2012-04-26 14:09
Eine kommunistische Partei muss keineswegs ihre revolutionäre und marxistische Haltung aufgeben oder gar verlieren, sollte sie mit anderen systemkritische n Organisationen oder sozialen Bewegungen eine Aktionseinheit bilden.
Die Kommunisten können doch gerade dabei besonders gut für ihren Standpunkt und ihrer politischen Alternative werben.

Diese Lehre müssten die Kommunisten doch nun endlich aus den leidvollen Niederlagen der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegun g gezogen haben.
Immer wenn linke Organisationen im Streit lagen und es nicht gelang eine Aktionseinheit, eine Einheitsfron zu bilden ,konnte das Kapital und die Reaktion ihre Interessen brutal durchsetzen.
Ich habe großen Respekt vor der griechischen KP und ihrem klaren kommunistischen Profil und ihrer ablehnenden Haltung gegen über der EU,EZB und NATO.
Die griechischen Kommunisten haben in ihre langen Geschichte, stehts ihr Volk würdig vertreten und keinen Kampf gescheut.
Die KKE hat der griechischen Bevölkerung immer erklärt, dass Wahlen eine Sache sind, dass aber positive Veränderungen erst dann eintreten werden wenn das kapitalistische System beseitigt wird.

Meiner Meinung nach sollten die griechischen Genossen an dieser Aussage unbedingt festhalten,trot zdem aber dabei auf andere kritische, progressive Kräfte im linken Spektrum zugehen und eine gemeinsame Interessenvertr etung (auch im Parlament) für das griechische Volk zu bilden.
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0 #20 2012-04-26 12:15
zitiere retmarut:
Es wäre illusorisch anzunehmen, in Griechenland stünde gerade der Sozialismus auf der Agenda,


Das behaupte auch ich nicht!
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0 #19 2012-04-26 11:13
Es wäre illusorisch anzunehmen, in Griechenland stünde gerade der Sozialismus auf der Agenda, das behauptet auch die KKE nicht.
Eher das Gegenteil ist der Fall: Das ausländische Monopolkapital und ihre Statthalter (Kompradoren) werden immer stärker auf eine faschistische Lösung hin orientieren, weil ihnen schlichtweg die sozialdemokrati sche Hauptstütze wegbricht.
Hauptaufgabe in Griechenland müsste daher
sein, eine antimonopolisti sche Front aufzubauen, um a) die griechische Souveränität zurückzuerobern und b) die griechische Arbeiterklasse in einer solchen Front zu stärken und zu einen.

Nun ist es nicht meine Aufgabe von Deutschland aus zu bewerten, ob die KKE da strategisch geschickt vorgeht oder nicht, das müssen die Genossen in Griechenland selbst einschätzen.

Daher von meiner Seite nur dieser Hinweis:
Die KKE hat einen klaren Kurs und versucht, die Arbeiterklasse und Teile des Kleinbürgertums unter ihrem Banner zu vereinen. So sollte das ja auch sein. Die KKE muss allerdings auch drauf achten, dass sie bei ihrer Abgrenzung gegenüber Syriza und den progressiveren Teilen der PASOK (also denen, die den derzeitigen Kurs nicht mehr mittragen können) nicht in allzu dogmatisches Fahrwasser gerät. Denn es dürfte unstrittig sein, dass klassenbewusste Sozialdemokrate n nicht stante pede zur kommunistischen Partei überwechseln, trotzdem werden sie allein vom Kräfteverhältni s her für eine erfolgreiche antimonopolisti schen Kampffront benötigt. Einheitsfront beinhaltet eben mehr, als nur Kräfte unter dem Banner der KP zu sammeln.
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-2 #18 2012-04-26 10:28
zitiere C.R.:
Nehmen wir an, in Griechenland gelänge tatsächlich die Schaffung einer antimonopolisti schen Volksmacht: Wie aber sollte sich dieses eine Griechenland zur Zerschlagung der paneuropäischen EU durchringen, ohne irgendwelche ernstzunehmende n Bündnispartner( !)?


Ich gehe davon aus, das ein sozialistisches Griechenland Europaweit und Weltweit die Solidarität der Klassenbewusste n Werktätigen und der fortschrittlich en Parteien bekommen würde.
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0 #17 2012-04-25 22:23
zitiere Thomas Knecht:
zitiere C.R.:
Das ist die Haltung der Syriza:
„Wenn wir es hinbekommen, eine Regierungskoali tion zu bilden und die Macht im Land von Kräften übernommen wird, die die Interessen der Arbeiter und einfachen Leute verteidigt“, sagte Tsipras, „werden wir natürlich versuchen, die Kürzungsmaßnahm en und die derzeitige Politik anzuprangern. Wir werden starke Verhandlungen auf europäischer und internationaler Ebene führen und alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um gute Ergebnisse auf europäischer Ebene zu erzielen.“


Erinnert doch irgendwie an die PDL in Berlin, als sie mal "das kleinere Übel" spielen durfte!

Und was die EU angeht, sowas ist nicht zu demokratisieren . Dann könnte man auch z.B. die Nord Atlantische Terror Organisation demokratisieren .

Diese zusammenschlüss e zur Unterdrückung der Massen kann man nicht demokratisieren . Sie müssen zerschlagen werden um etwas demokratischem Platz machen zu können.

Nehmen wir an, in Griechenland gelänge tatsächlich die Schaffung einer antimonopolisti schen Volksmacht: Wie aber sollte sich dieses eine Griechenland zur Zerschlagung der paneuropäischen EU durchringen, ohne irgendwelche ernstzunehmende n Bündnispartner( !)? Wäre es nicht geeigneter, "nur" aus EU und Eurozone auszutreten (am besten auch aus dem IWF)? Was die Demokratisierun g von EU und der atomar bewaffneten Al-Kaida Europas u. Nordamerikas betrifft, pflichte ich Dir vollständig bei.
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+2 #16 2012-04-25 22:23
zitiere C.R.:
ich hatte die unsägliche rot-grüne Bande in gutem Gedächtnis, habe allerdings auch bemerkt, wie sehr von unseren bürgerlichen Medien Hollandes Linkslastigkeit hervorgehoben (und der Gabrielschen SPD vorgehalten) wird.


Vor der Wahl 1998 war das ähnlich.

Ja, ich traue den meissten Sozialdemokrate n nicht! Auch den paar, die es in der SPD allen Unkenrufen zuwieder noch geben soll!
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0 #15 2012-04-25 22:18
zitiere Thomas Knecht:
zitiere C.R.:
Erläuternder Kommentar: Eine linke Regierung Hollande ließe der Arbeiterbewegun g mehr Bewegungsfreihe it und wäre aufgrund ihrer Basis gezwungen, Aktionen, die den Anmut der Arbeiter, v.a. der Gewerkschaften, auf sich ziehen könnten, möglichst zu unterlassen - eine solche Regierung wäre zu Konzessionen an die Arbeiterbewegun g eher bereit / würde aus wahltaktischen Überlegungen dazu bereit sein "müssen". Daher wäre eine Regierung Hollande hundertmal besser, als eine Wiederholung des Sarkozy-Regimes, das nach innen am rechten Rand fischend, nach außen kriegshetzerisc h ist.


Frage, ist das dein Kommentar dazu oder ist das auch ein zitierter Kommentar?

Ich möchte euch in diesem Zusammenhang nämlich nochmal an die Regierung Schröder-Fischer erinnern!

Das ist mein Kommentar. Ja, werter Thomas, ich hatte die unsägliche rot-grüne Bande in gutem Gedächtnis, habe allerdings auch bemerkt, wie sehr von unseren bürgerlichen Medien Hollandes Linkslastigkeit hervorgehoben (und der Gabrielschen SPD vorgehalten) wird.
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+1 #14 2012-04-25 22:15
zitiere C.R.:
Erläuternder Kommentar: Eine linke Regierung Hollande ließe der Arbeiterbewegun g mehr Bewegungsfreihe it und wäre aufgrund ihrer Basis gezwungen, Aktionen, die den Anmut der Arbeiter, v.a. der Gewerkschaften, auf sich ziehen könnten, möglichst zu unterlassen - eine solche Regierung wäre zu Konzessionen an die Arbeiterbewegun g eher bereit / würde aus wahltaktischen Überlegungen dazu bereit sein "müssen". Daher wäre eine Regierung Hollande hundertmal besser, als eine Wiederholung des Sarkozy-Regimes, das nach innen am rechten Rand fischend, nach außen kriegshetzerisc h ist.


Frage, ist das dein Kommentar dazu oder ist das auch ein zitierter Kommentar?

Ich möchte euch in diesem Zusammenhang nämlich nochmal an die Regierung Schröder-Fischer erinnern!
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