| Athener Innenstadt brennt - Proteste reissen nicht ab | | Drucken | |
| Griechenland |
| Dienstag, den 09. Dezember 2008 um 02:17 Uhr |
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Die Proteste nach dem Tod eines Schülers durch die Schüsse eines Polizisten reissen in Athen und anderen Städten Griechenlands nicht ab. Wie der griechische Rundfunk ERT meldet legen Gruppen von Jugendlichen im gesamten Stadtzentrum von Athen Feuer und zerstören Banken und Geschäfte. Auch das Geschäft eines Waffenhändlers wurde geplündert, allerdings sollen dabei noch Schwerter und antike Waffen gefunden worden sein. Mehrere U-Bahn-Stationen wurden wegen der Auseinandersetzungen geschlossen, die meisten Buslinien haben den Betrieb eingestellt. Auch aus Thessaloniki und anderen Städten werden schwere Ausschreitungen gemeldet.
Am Abend hatte es in Athen zwei Großdemonstrationen gegeben. Bei der von der Kommunistischen Partei (KKE) organisierten Demonstration verurteilte KKE-Generalsekretärin Aleka Papariga den Tod des Jugendlichen, den sie als »Mord« bezeichnete. Es habe lange genug Versteckspiele zwschen Polizei und angeblich unbekannten Angreifern gegeben, erklärte Papariga. Jetzt hätten diese Versteckspiele das Leben eines unschuldigen Kindes gekostet. Das Wesentliche, worum es heute gehe, sei das organisierte Einschreiten der Volksmassen und der verschiedenen Bewegungen. Der Generalstreik vom Mittwoch, der schon lange angesagt ist, werde ein Höhepunkt sein und gehöre dazu, da der Kampf gegen staatliche Gewalt und Unterdrückung zugleich ein Kampf um Arbeit, Löhne, Altersrenten, Bildung und Gesundheit sei. Rachefeldzüge, Zerstörungen von Läden und Abbrennen von Autos würden jedoch der staatlichen Repression dienen und die Mobilisierung der Massen erschweren. Eine weitere Demonstration war von kleineren linken Organisationen organisiert worden, während es den ganzen Tag über fast pausenlos kleinere Demonstrationen gab. Auch in Thessaloniki, Larissa, Volos, Patras, Herakleion, Rethymnon, Hania und Korfu hatten KKE und das linksradikale Bündnis SYRIZA zu Demonstrationen aufgerufen. In Thessaloniki wurde eine Polizeiwache mit Molotowcocktails angegriffen und schwer beschädigt. Neuere Artikel:
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