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Wir sind alle Griechen

Erklärung der DKP zu den aktuellen Vorgängen in Griechenland | Drucken |  E-Mail
Griechenland
Geschrieben von: Deutsche Kommunistische Partei   
Freitag, den 21. Oktober 2011 um 10:27 Uhr

Deutsche Kommunistische ParteiDen Menschen in Griechenland, die seit Monaten gegen das Diktat der Finanzmärkte, der EU und die Sparpläne ihrer eigenen Regierung protestieren und jetzt mit einem von den beiden Dachgewerkschaftsorganisationen GSEE and ADEDY ausgerufenen Generalstreik ihre Forderungen unterstreichen, gehört unsere uneingeschränkte Solidarität. Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) und die Gewerkschaftsdachorganisation PAME spielen wie andere linke Organisationen für die Proteste eine wesentliche Rolle.



Viele Tausende zogen am 20. Oktober vor das griechische Parlament. Sie wurden – nach ersten Informationen – von etwa 500 sogenannten Autonomen mit Brandbomben angegriffen. Das war offenbar Anlass für die Polizei, Tränengas einzusetzen, die Demonstration aufzulösen. Die bürgerlichen Medien wie die „Süddeutsche Zeitung“ titeln mittlerweile „Vermummte gegen Kommunisten“. Die, die für die Ausschreitungen verantwortlich sind, haben - ob sie es wollten oder nicht - jenen in die Hände gearbeitet, die die Proteste zerschlagen oder gar eine autoritäre, reaktionäre Lösung der Probleme des Landes wollen. Das faschistische Obristenregime in Griechenland und die bitteren Folgen sind noch in schlimmer Erinnerung.

Bereits bei vorangegangenen Demonstrationen wurden sogenannte „Autonome“ als eingeschleuste Polizeiprovokateure entlarvt. Die Polizei hatte tatenlos zugesehen, wie sich diese Leute mit Steinen und Prügel „bewaffneten“. Auch heute haben diese Leute dem friedlichen, machtvollen Protest schwer geschadet und zugleich die Widerstandsbewegung diskreditiert.

Ein solches Vorgehen – Brandbomben und Steine gegen eine friedliche Demonstration und auch gegen Polizisten - ist nicht nur menschenverachtend, sondern dient allein denen, die die Proteste und eine demokratische sowie soziale Wende im Interesse der Mehrheit der Menschen in Griechenland verhindern wollen. Veränderung braucht aber Mehrheiten. Vor allem das breite Bündnis aller von der Krise betroffenen Menschen und aller linken und fortschrittlichen Kräfte.

Bettina Jürgensen (Vorsitzende der DKP)
Nina Hager, Patrik Köbele, Leo Mayer (stellvertretende Vorsitzende der DKP)

Quelle: kommunisten.de / RedGlobe

 

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